Ebury | Geht der Ausverkauf von Anleihen weiter?
Investmentfonds.de | Düsseldorf, 19. Mai 2026 - Mehrere Faktoren sorgen für Unruhe bei Anleiheinvestoren, beobachtet Matthew Ryan, Head of Market Strategy bei Ebury. Dazu gehörten die Aussicht auf länger anhaltend höhere Energiepreise, zunehmende Anzeichen für Zweitrundeneffekte bei der Inflation und politische Instabilität, besonders in Großbritannien. Hinzu kommen strukturelle Sorgen über hohe Haushaltsdefizite in den Industrieländern und ein weiter wachsendes Angebot an Staatsanleihen.
„Aktien zeigen sich bislang vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber dem starken Renditeanstieg“ erläutert Matthew Ryan. „Für die Währungen gilt das allerdings nicht. Nahezu alle wichtigen Währungen gerieten gegenüber dem US-Dollar unter Druck, besonders das Pfund und der brasilianische Real.“ Gerade in der laufenden Woche beobachte er die Reaktionen des Bondsmarkts sehr genau, da der makroökonomische und politische Kalender relativ leer sei. Das Augenmerk werde auch auf der unsicheren Zukunft von Premierminister Keir Starmer in Großbritannien liegen.
Euroland: Bondmarkt unter Druck
„Der Ausverkauf bei Renten hat sich nun auf das kurze Ende der US-Zinskurve ausgeweitet, was bedeutet, dass sich die Zinsdifferenzen zwischen der Eurozone und den USA in den letzten zwei Wochen nicht weiter verringert haben“, berichtet der Experte. „Wir betrachten diese Entwicklung als einen der Faktoren, die den jüngsten Abwärtstrend des Euros gegenüber dem Dollar vorantreiben.“ Die beiden anderen Faktoren seien die Flucht in sichere Häfen aufgrund des Iran-Konflikts und die Tatsache, dass sich der Energiepreisanstieg offenbar viel stärker auf die Wirtschaft der Eurozone auswirke als auf die der USA.USA: Inflation heizt Ausverkauf an
„Einige unangenehme Überraschungen bei den US-Inflationsdaten für April haben den Ausverkauf am Anleihemarkt weiter angeheizt“, so Ryan. Die Verbraucherpreise seien stärker als erwartet gestiegen, und der Preisdruck scheine sich vom Energiesektor auf den Kernindex auszuweiten. Hinzu käme: „Auch die Erzeugerpreise übertrafen die Erwartungen bei weitem, da sich der Inflationsdruck entlang der Lieferkette ausbreitet. Die Diskussion über Zinssenkungen in den USA ist so gut wie verstummt, und die Märkte gehen davon aus, dass der nächste Zinsschritt eine Anhebung sein dürfte. Die Frage ist nur noch, wann genau dies geschehen wird.“Ein bemerkenswerter Aspekt des Drucks auf den Rentenmarkt sei, dass die langfristigen Inflationserwartungen wieder ansteigen. Dies sei eine beunruhigende Entwicklung für die Federal Reserve und deren neuen Chef Kevin Warsh. Mit Spannung erwartet Matthew Ryan dessen erste Sitzung: „Es dürfte Warsh sehr schwerfallen, die Falken auf seine Seite zu bringen. Daher wird die größte Sorge der Anleger wahrscheinlich darin bestehen, dass er darauf drängen wird, von der Forward Guidance abzurücken.“
Worst-Case-Szenario: Großbritannien
Den Anfang nahm der Ausverkauf am Anleihemarkt in Großbritannien mit Befürchtungen, dass Regierungschef Starmer nach dem Debakel der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen durch eine noch finanzpolitisch unverantwortlichere Regierung abgelöst werden könnte. Doch die Verkaufswelle griff rasch auf andere G10-Länder über. Das Pfund geriet unter Druck und verlor in der vergangenen Woche gegenüber allen wichtigen Währungen an Boden.Der einzige Lichtblick für das Pfund Sterling sei, dass sich die Wirtschaftsdaten recht gut gehalten haben, berichtet Ryan: „Die Wirtschaft wuchs im ersten Quartal mit soliden 0,6 Prozent, und die jüngsten PMI-Zahlen deuten bislang auf nur moderate Auswirkungen der Unsicherheit durch den Iran-Krieg hin.“
Favorit der Buchmacher auf die Nachfolge von Starmer sei Andy Burnham, der Bürgermeister von Greater Manchester. Dieser müsse allerdings zunächst die Nachwahl in Makerfield gewinnen, erläutert Matthew Ryan. „Wir glauben, dass Burnham das Worst-Case-Szenario für britische Staatsanleihen und das Pfund wäre, da er sowohl höhere Kreditaufnahme als auch höhere Steuern befürwortet. Zudem hat er in früheren Äußerungen die Notwendigkeit zurückgewiesen, dass die Regierung dem Anleihemarkt verpflichtet ist.“
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