Schroders | Chancen bei Investitionen in Energieinfrastruktur und Versorgungssicherheit
Schroder Investment Management GmbH
Investmentfonds.de - Frankfurt am Main, 09.07.2026 - Die weltweite Energiewende tritt in eine neue Phase. Die Dekarbonisierung bleibt ein wichtiges Ziel. Allerdings legen Regierungen, Unternehmen und Verbraucher zunehmend Wert auf den Zugang zu sicherer, erschwinglicher und heimisch erzeugter Energie, was wiederum neue strukturelle Impulse für Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung, Stromnetze, Speichertechnologien und alternative Kraftstoffe mit sich bringt.
Gleichzeitig sorgen übergreifende globale Trends in den Bereichen Elektrifizierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz für ein beispielloses Wachstum des Strombedarfs. Um diesen Bedarf nachhaltig und sicher zu decken, sind erhebliche Investitionen im gesamten Energieökosystem erforderlich.
Stetige Transformation und politische Förderung attraktiv
Für Investoren eröffnet diese Kombination aus politischer Förderung, wachsender Nachfrage und langfristigem Kapitalbedarf ein breites Spektrum an Chancen im Bereich der Infrastruktur für die Energiewende.Wir sehen drei übergeordnete Themen mit langfristigen Investitionschancen: den Ausbau der erneuerbaren Energie aus heimischer Produktion, die fortschreitende Elektrifizierung des Energieverbrauchs sowie alternative Kraftstoffe und Speicherlösungen, die diesen Wandel ermöglichen.
1. Ausbau der erneuerbaren Energie aus heimischer Produktion
Der sichtbarste Aspekt der Energiewende ist nach wie vor der kontinuierliche Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung.Dazu gehören etablierte Technologien wie Solarenergie, Onshore- und Offshore-Windenergie sowie ebenso etablierte, aber weniger im Blickpunkt stehende Optionen wie Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie. Diese Anlagen bieten den Ländern einen direkten Weg, ihre Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig die heimische Energieproduktion zu steigern.
Das Volumen der privaten Kapitalinvestitionen ist bereits beträchtlich. Erneuerbare Energien sind weltweit zum dominierenden Segment der Infrastrukturinvestitionen geworden. Derzeit entfallen 70 % des Transaktionsvolumens im Infrastrukturbereich in Europa auf diesen Sektor, während rund 90 % der in den USA neu errichteten Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien stammen. Diese Statistiken spiegeln sowohl die Reife des Sektors als auch den enormen Kapitalbedarf wider, der noch erforderlich ist, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken.
Anleger können von langfristigen strukturellen Wachstumstrends profitieren, häufig mit vertraglich festgelegten Erträgen, regulatorischen Rahmenbedingungen oder anderen Mechanismen, die für eine Vorhersehbarkeit des Cashflows sorgen.
2. Anhaltende Elektrifizierung des Energiebedarfs
Die zweite große Chance liegt in der Elektrifizierung der Gesamtwirtschaft. Viele Sektoren, die in der Vergangenheit auf fossile Brennstoffe angewiesen waren, stellen zunehmend auf strombasierte Lösungen um. Dieser Trend trägt dazu bei, Prozesse zu dekarbonisieren, die bisher nur schwer umzusetzen waren, und schafft gleichzeitig neue Anforderungen an die Infrastruktur.Ein Beispiel sind Fernwärmenetze, die eine kohlenstoffarme Versorgung mit Wärme für Haushalte und Gewerbe gewährleisten, indem sie Energie, die aus verschiedenen Quellen als Wärme freigesetzt wird, wiederverwerten.
Technologische Innovationen entwickeln sich zudem zu wichtigen Faktoren für den künftigen Strombedarf, was die Notwendigkeit weiterer Investitionen in die Erzeugung erneuerbarer Energien und die dazugehörige Infrastruktur noch verstärkt. Ebenso führen alternative saubere Kraftstoffe aufgrund ihrer Herstellungsweise tendenziell zu einem Anstieg des Strombedarfs.
Die wohl am meisten diskutierte Ursache für den künftigen Strombedarf ist der rasante Ausbau von Rechenzentren, die wiederum den zugrunde liegenden Bedarf an künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und digitalen Diensten decken.
Um den künftigen Bedarf zu decken, sind nicht nur mehr Stromerzeugung, sondern auch Investitionen in die Netze und Systeme erforderlich, die für eine effiziente Stromübertragung notwendig sind.
3. Alternative Kraftstoffe und Speicherlösungen komplementieren Energiewende
Aufgrund der Schwankungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien rücken Lösungen zur Glättung dieser Schwankungen in den Fokus. Hier kommen alternative Kraftstoffe und Speichertechnologien ins Spiel.Grüner Wasserstoff ist ein Beispiel dafür. Mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugter Wasserstoff und daraus gewonnene Kraftstoffe bieten ein breites Anwendungsspektrum und damit das Potenzial, zur Dekarbonisierung von Branchen beizutragen, in denen eine direkte Elektrifizierung möglicherweise weniger praktikabel ist. Infolgedessen nehmen die Investitionen in Wasserstoffproduktionskapazitäten erneut rasant zu.
Andererseits ist die Speicherinfrastruktur ebenso entscheidend. Die Solar- und Windstromerzeugung schwankt je nach Wetterbedingungen, was Herausforderungen für Stromnetze mit sich bringt, die auf besser vorhersehbare Energiequellen ausgelegt sind. Batteriespeichersysteme sind Teil der Lösung.
Unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile
Core- und Core-Plus-Strategien konzentrieren sich in der Regel auf operative Vermögenswerte mit etablierten Cashflows. Im Kontext der Energiewende können dies beispielsweise ausgereifte Solar- oder Windparks sein, die im Rahmen langfristiger vertraglicher Vereinbarungen betrieben werden. Das Ziel besteht häufig darin, stabile, ertragsorientierte Renditen zu erzielen, die typischerweise im hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich liegen.
Am anderen Ende des Spektrums weisen „Value Add“- und „Opportunistic“-Strategien ein größeres Engagement in Anlagen auf, die sich in der Entwicklung oder im Bau befinden oder über weniger gut etablierte Verträge verfügen und daher stärker Markt- oder wachstumsbezogenen Risiken ausgesetzt sind. Diese Strategien haben in der Regel eine kürzere Laufzeit und zielen auf höhere Renditen ab, oft im unteren bis mittleren Zehnerbereich, was die damit verbundene zusätzliche Komplexität und das Ausführungsrisiko widerspiegelt.
Viele Chancen im Bereich der aufstrebenden Technologien der Energiewende fallen in diese Kategorien mit höherem Risiko und höherer Rendite. Investoren können sich in Vermögenswerten mit attraktiven Wachstumsaussichten und potenziell niedrigeren Einstiegsbewertungen engagieren, müssen dabei jedoch ein höheres Maß an operativen oder Entwicklungsrisiken in Kauf nehmen. Anlagelösungen für vermögende Kunden kombinieren zunehmend diese Ansätze. Diversifizierung bleibt für viele Anleger eines der vorrangigen Ziele.
Die Infrastruktur der Energiewende unterscheidet sich strukturell von den börsennotierten Märkten – und sogar von anderen privaten Märkten und diversifizierten Infrastrukturstrategien. Die Cashflows stammen aus der physischen Stromerzeugung und vertraglich vereinbarten Einnahmen. Zu den Performance-Treibern zählen die Dynamik der Strommärkte, die Inflation, regulatorische Rahmenbedingungen und natürlich das Wetter.
Viele Vermögenswerte profitieren von Erträgen, die direkt oder indirekt an die Inflation gekoppelt sind, was dazu beiträgt, die reale Kaufkraft im Laufe der Zeit zu erhalten.
Steigende Strompreise können für viele Vermögenswerte der Energiewende ein positiver Treiber sein, während höhere Energiekosten für andere Sektoren und Anlageklassen oft nachteilig wirken.
Die Erzeugung erneuerbarer Energien hängt von natürlichen Ressourcen wie Wind und Sonneneinstrahlung ab, wodurch Renditetreiber entstehen, die weitgehend unabhängig von traditionellen Finanzmarktfaktoren sind.
Verschiedene Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien weisen unterschiedliche Betriebsmerkmale und Risikoprofile auf, was Chancen zur Diversifizierung innerhalb des Sektors selbst schafft.
Die staatliche Förderung der Energiewende entwickelt sich regional unterschiedlich weiter und schafft so zusätzliche Chancen und Diversifizierungsmöglichkeiten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass der Sektor immun gegen Volatilität ist. Energiemärkte können dynamisch sein, und regulatorische Rahmenbedingungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Die Faktoren, die die Renditen bestimmen, unterscheiden sich jedoch oft grundlegend von denen, die globale Aktien oder Staatsanleihen beeinflussen.
Die Erfahrungen aus dem Jahr 2022 veranschaulichen dies sehr gut. Aktien- und Anleihemärkte sind gefallen. Die Infrastruktur für die Energiewende profitierte hingegen von ihrem Engagement an den Strommärkten und erzielte eine deutlich stärkere Performance von über 20 %. Für Anleger, die widerstandsfähigere Portfolios aufbauen möchten, kann dieses differenzierte Renditeprofil ein wertvoller Vorteil sein.
Energiewende strukturell attraktiv für Investoren
Die Energiewende wird nicht mehr ausschließlich von Klimazielen vorangetrieben. Zunehmend wird sie von Energiesicherheit, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und der Notwendigkeit geprägt, den rasch steigenden Strombedarf zu decken.
Anleger können diese Themen über Strategien abdecken, die das gesamte Risiko-Rendite-Spektrum abdecken – von ertragsorientierten Core-Anlagen bis hin zu wachstumsstärkeren Value-Add-Anlagemöglichkeiten.
Auf Portfolioebene bietet die Infrastruktur der Energiewende zudem einen zunehmend wertvollen Vorteil: das Engagement in einer Reihe von Renditetreibern, die sich von denen traditioneller Aktien- und Anleihemärkte unterscheiden.
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Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale
Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus
entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
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