Dax- Prognosen bei 10.000 Punkten kein Tabu mehr
Peter Fehrenbach, Vermögensmanagement EuroSwitch
Zurzeit läse man in vielen Gazetten und Online Medien Dax- Prognosen
jenseits der 10.000 Punkte. Dies seien in der Tat rosige Zeiten für den
Anleger. Befasse man sich dann aber näher mit den statistischen Zahlen
der Bundesbank zur Zusammensetzung des Geldvermögens der privaten Haushalte
in Deutschland, die im Oktober veröffentlicht wurden, dann werfe sich die
Frage auf, wo die Privatanleger blieben, so Peter Fehrenbach im neuen
Monatsbericht der Vermögensmanagement EuroSwitch.
Die Zahlen legten den Schluss nahe, dass die allermeisten Anleger die
anhaltende Aktienrallye nicht verzückt genießen würden. Gut 5 Billionen
Euro seien es Ende Juni 2013, die die Deutschen auf den Banken, in Lebens-
versicherungen oder in Wertpapieren liegen hätten. Davon seien in Aktien
direkt 266 Milliarden und indirekt über Fonds ca. 200 Milliarden investiert
worden. Dies mache zusammen 466 Milliarden Euro oder 9,3 % des gesamten
Geldvermögens der Deutschen. Die Anlagen in Zinswerten dagegen machten
dagegen - zählt man die Lebensversicherungen und die Pensionsrückstellungen
dazu - 85 % dessen aus, was die Deutschen auf der hohen Kante haben.
Schaue man drei Jahre zurück ergäbe sich folgendes Bild. Am Abend des
30.6.2010 habe der DAX bei 5965 Punkten gestanden. Der Wert des damals
direkt oder indirekt in Aktien investierten Vermögens lag damals bei
420 Milliarden Euro, das gesamte Geldvermögen habe sich auf 4,54 Billionen
Euro belaufen. Das sei ein Anteil am gesamten Geldkuchen, der bis einen
Punkt nach dem Komma exakt dem heutigen entspräche.
„Seither ist der DAX um 50 % gestiegen. Wäre also das gesamte Aktienvermögen
im DAX investiert gewesen, müsste es heute 630 Milliarden Euro wert sein;
und wenn man in Rechnung stellt, dass andere Aktienmärkte schlechter per-
formten als der DAX, sollten es immer noch um die 100 Milliarden mehr sein
als in der jüngsten Statistik ausgewiesen,“ folgert Peter Fehrenbach. Dies
ließe nur einen Schluss zu: Während die Aktienkurse nach oben geschossen
seien, wären die Anleger immer misstrauischer geworden.
Das wird so kaum Bestand haben, so Fehrenbach in der Analyse. Man könne
zwar argumentieren, dass das Misstrauen mit jedem neuen Höchststand zunehmen
würde, aber genauso gut könne es sein, dass sich die Anleger daran gewöhnen
würden, dass bei der bis vor wenigen Monaten noch als magisch geltenden Marke
von 8.000 Punkten eben nicht Schluss sein würde, und dass mit der alten
Anlegergeneration auch diese alte Trauma verschwinden würde.
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