11.03.2005
JPMF: Dreimonatiger Aufwärtstrend vorerst unterbrochen
Köln, den 11.03.2005 (Investmentfonds.de) - Die deutschen Fondsanleger hatten
im Februar etwas weniger Vertrauen in eine positive Entwicklung des deutschen
Aktienmarktes. Nachdem ihr Optimismus in den drei vorangegangenen Monaten stetig
zugenommen hatte, signalisiert die aktuelle Investor Confidence-Studie von
JPMorgan Fleming eine leichte Korrektur des positiven Trends. Der Anteil der
befragten privaten Investoren, die eine Verbesserung der Kurse für sehr wahr-
scheinlich oder für wahrscheinlich halten sank geringfügig auf 46,3 Prozent.
Im Vormonat trafen 47 Prozent eine solche Einschätzung.
Ein überraschendes Detail: Dieser Stimmungsumschwung wird ausschließlich
von den verhalten optimistischen Anlegern verursacht, die steigende Kurse für
wahrscheinlich halten. Ihr Anteil verringerte sich um 1,2 Prozent (Januar: 40,0
Prozent, Februar 38,8 Prozent). Dagegen lag der Anteil derer, die ein solches
Szenario für sehr wahrscheinlich halten, mit 7,6 Prozent sogar ein wenig höher
als im Januar (7,0 Prozent).
In Übereinstimmung mit der sinkenden Stimmungskurve stieg der Anteil der Pessimisten,
die von einer wahrscheinlichen oder sehr wahrscheinlichen Verschlechterung der
Aktienkurse ausgehen, von 17 auf 21 Prozent. Es bleibt abzuwarten, ob es sich dabei
nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt oder ob ein Stimmungsumschwung
eingeleitet worden ist. Im Vergleich zu den Monaten seit Mai 2004 sind die Erwar-
tungen aber immer noch auf einem positiven Gesamtniveau.
Grundlage für die JPMorgen Fleming Confidence-Studie ist eine repräsentative
monatliche Befragung von 2.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren. Seit März 2002
werden, nach Fondsanlegern und Gesamtbevölkerung unterteilt, deren Einstellungen
zu den Entwicklungen der Aktienmärkte und zum Investmentverhalten erfasst. Die
Studie wird parallel in Deutschland, Großbritannien und Frankreich durchgeführt.
Gesamtindex leicht rückläufig
Der JPMorgan Fleming Gesamtindex setzt sich aus den einzelnen Umfragewerten der
Studie zusammen. Entsprechend der weniger optimistischen Einschätzungen ist dieser
im Februar gesunken (auf 3,0 im Vergleich zu 3,4 im Januar). Nach wie vor weist
der Gesamtindex einen deutlichen Abstand zu dem Tiefstwert vom Oktober vergangenen
Jahres auf, als dieser bis auf 0,8 gesunken war. Die leichte Stimmungseintrübung
im Februar erfasste Frauen und Männer gleichermaßen: so sank der Gesamtindex der
Frauen von 2,1 auf 1,8 bei den Männern, die die Situation regelmäßig optimistischer
einschätzen, verringerte sich der Wert von 4,4 auf 3,9.
Zukünftige Investitionsentscheidungen unabhängig von Stimmungsschwankungen
Wie bereits in den Vormonaten hat der aktuelle Trend nur einen begrenzten Einfluss
auf die Investitionsbereitschaft der Anleger. Der Anteil derer, die in den nächsten
zwölf Monaten neue Investitionen tätigen wollen, bewegt sich seit November 2004 in
einem engen Rahmen von 42,6 bis 43,6 Prozent. Im Februar gaben 43 Prozent an, dass sie
in naher Zukunft weitere Investitionen vornehmen wollen (Vormonat: 43,6 Prozent). Es
hat sich offenbar eine relativ stabile Gruppe unter den Anlegern gebildet, die unab-
hängig von leichten Stimmungsschwankungen klare Investmentstrategien und Anlageplanungen
hat.
Der Anteil der Unentschlossenen ist mit 8,9 Prozent wieder etwas gesunken (Vormonat:
9,5 Prozent). Dagegen stieg der Anteil der Investitionsunwilligen: 48,1 Prozent
gaben an, dass in den kommenden zwölf Monaten keine neuen Investitionen vorgesehen
sind. Im Januar trafen 46,9 Prozent der Befragten eine solche Einschätzung.
Fondssparen immer beliebter
„Wir sehen den Trend, dass trotz der leicht negativen Grundstimmung der befragten
Investoren die Anzahl der Fondsanleger steigt“, erklärt Boudewijn Hoogenraad, Leiter
Marketing und PR bei JPMorgan Fleming in Deutschland. So stieg der Anteil der
Investmentfonds-Besitzer von 12,6 auf 14,1 Prozent aller Befragten – der höchste Wert
seit Mai 2004. Und mit 27,5 Prozent gaben im Februar deutlich mehr Befragte als im
Vormonat (24,1 Prozent) an, in den nächsten 12 Monaten in Fonds investieren zu wollen.
„Diese Anlageform scheint sich langfristig als attraktives Investment bei den Sparern
zu etablieren“, resumiert Hoogenraad. Nicht nur bei den Investmentbesitzern ist
diese Entwicklung festzustellen, auch bezogen auf die Gesamtbevölkerung wächst das
Vertrauen in Fonds. Im Februar wollten 7,3 Prozent aller Befragten in Fonds investieren
– im Vormonat waren dies noch 6,1 Prozent.
Quelle: Investmentfonds.de