Die Mütterrente ist kein ausreichendes Rentenkonzept

Investmentfonds.de | Man hört oft das Argument in der Politik, es sei nicht angebracht den Kinderwunsch an dem Thema Versorgung im Alter und Generationenvertrag festzumachen.
Bismarck 1889
Natürlich entscheiden sich die meisten jungen Eltern heutzutage aus Liebe für eigene Kindern und nicht aus Gründen der späteren Vorsorge, doch früher hat das Motiv bis zur Einführung der gesetzlichen Altersrente durch Bismarck 1889 auch eine wesentliche Rolle gespielt und hat seither stetig an Bedeutung verloren, zumal die Produktivität während dem Erwerbsleben ausreichend hoch war, um eigene Kinder großzuziehen und gleichzeitig auch noch mit anderen Geschwistern die Rente der Elterngeneration zu finanzieren.Doch inzwischen reicht die Produktivität und die gesunkene Anzahl der Geschwister nicht mehr aus, um eigene Kinder großzuziehen und gleichzeitig auch die Rente der Elterngeneration zu finanzieren. Deswegen sind wir an dem Punkt angekommen, wo die Rentenversicherung ihre Anreize und Motive für die Reproduktion der Gesellschaft neu justieren muss, da sie das faktisch bisher auch im negativen Sinne getan hat.
Kinderzahl bei Frauen der 1970-er Jahrgänge

Die Stellschrauben umkehren
Jetzt muss die Rentenversicherung die Stellschrauben umkehren und das Gegenteil von dem bewirken in Bezug auf die Geburtenrate, was die von 1889 bis 2025 selbst geschaffen hat, eine Gesellschaft, die glaubt ohne Kinder auch im Alter noch ein auskömmliches Leben führen zu können. Das werden nur die allerwenigsten können, die eine überdurchschnittliche Produktivität während dem Erwerbsleben haben und diese Werte in eine dauerhafte inflationsgeschützte Rente übertragen können. Alle anderen werden vom Staat und von der Gemeinschaft alimentiert werden müssen, hier stellt sich die Frage über die steuerliche Finanzierung und den fairen Ausgleich zwischen den Versicherten mit Kindern und denen ohne Kinder. Die einen, die vor dem bismarckschen Rentensystem viele Kinder hatten, mussten in der Regel nicht Hunger leiden, die anderen hingegen waren oft von Armut und Hunger betroffen. Deswegen führte Bismarck zum Schutz vor Armut die gesetzliche Rentenversicherung ein, vor allem für diejenigen, die keine Kinder haben konnten.2023 sank die Geburtenzahl um 6,2 %

Doch heute wird hier kein Unterschied mehr gemacht zwischen denjenigen, die keine Kinder haben können und denjenigen, die es bequemer und einfacher haben wollen ohne die vielen Mühen und natürlich auch Freuden der Kindererziehung.
Kinderlosenquote nach Geburtsjahrgängen und Region

Illusion
Für die Allermeisten hängt natürlich der Kinderwunsch mit Liebe und Erfüllung im Leben zusammen, doch eine Gesellschaft ohne Fokus auf die blanken Wahrheiten der Demographie wird über drei Generationen dramatisch schrumpfen und ist dem Niedergang geweiht. Hier hat man sich mit der Rentenversicherung der Illusion hingegeben, dass das Rentensystem auch ohne eigene Kinder den hohen Lebensstandard im Alter für Generationen sichert, doch eine solche Illusion ist zum Scheitern verurteilt.
Zuwanderung von Fachkräften
Aktuell wird in der Politik mit dem Thema "Zuwanderung von Fachkräften" und Einwanderungsland eine neue Illusion für die Sozialversicherungssysteme und die Rentenversicherung bemüht, doch auch diese Illusion funktioniert nicht und ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen hat ausgerechnet, dass diese Illusion uns Billionen mehr Geld kostet als sie uns bringt, denn es kommen kaum qualifizierten Fachkräfte nach Deutschland, es kommen eher Unqualifizierte, die in die Sozialsysteme einwandern und keinen ausreichenden Deckungsbeitrag zur Gesundung der Sozialsysteme beitragen. Im Gegenteil, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen hat in einer umfangreichen Studie berechnet, dass die zusätzliche Belastung durch die verfehlte Einwanderungspolitik die deutschen Rentenversicherungs- und Sozialsysteme noch schneller in den finanziellen Ruin führt. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen berechnet die unmittelbaren Kosten der Zuwanderung auf 5,8 Billionen Euro. Das führt die Sozial- und Rentensysteme und den deutschen Bundeshaushalt in ein dauerhaftes Defizit, das auch am Kapitalmarkt nicht ohne weiteres durch Schulden finanziert werden kann, da die Gläubiger deutlich höhere Zinsen bei einem überschuldeten Defizitstaat verlangen, die für Deutschland auf Dauer nahezu unfinanzierbar wären aufgrund des notwendigen Schuldenberges, der dafür notwendig wäre.
Berücksichtigung der Lebensleistung von Eltern
Deswegen gilt folgende ewige Gewissheit: Eine Gesellschaft, die überleben und wachsen will, die ist gezwungen keine falschen Anreize für die Kinderlosigkeit und Bequemlichkeit in der Gemeinschaft der Sozialsysteme zu setzen. Aus diesem Grund muss die Renten- und Sozialversicherung auch die Kosten der Kindererziehung in Zukunft mit in die Berücksichtigung der späteren Rentenhöhe und die Beiträge zur Sozialversicherung aufnehmen, dazu gehören auch höhere Beitragserleichterungen für Eltern bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Die Berücksichtigung der Lebensleistung von Eltern sollte die erste Priorität in der Politik einer gesunden Gesellschaft sein, neben dem Frieden mit den Nachbarländern. Alle anderen Ziele einer prosperierenden Politik leiten sich aus diesen beiden übergeordneten Zielen ab. Ohne Frieden ist alles nichts und ohne Kinder gibt es ebenfalls keine Zukunft.Zahl der Erstgeburten auf niedrigstem Stand seit 2009

Investitionskosten für die Erziehung eines Kindes
Die Investitionskosten der Eltern, um ein Kind zu erziehen und zu einer guten Schul- und Ausbildung zu verhelfen, werden auf ca. 250.000 Euro geschätzt, deren Kinder dann aber überwiegend die Rente der teilweise Kinderlosen finanzieren. Eine Studie des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass Eltern in Deutschland durchschnittlich 763 Euro pro Monat für ein Kind ausgeben, und wenn man das bis zum 27. Lebensjahr des Kindes (durchschnittlich für die Dauer des Studiums) hochrechnet, kommt man auf etwa 250.000 Euro. Darin sind die Opportunitätskosten der Eltern nicht eingerechnet, die sie gegenüber Kinderlosen haben, die durchgehend Vollzeit arbeiten, Karriere machen und in die gesetzliche Rentenversicherung den eigenen individuellen Maximalbeitrag einzahlen können, was zu einer höheren Rentenanwartschaft führt. Da ein Entgeltpunkt bei der gesetzliche Rentenversicherung aktuell etwa 10.000 Euro kostet, wenn man seine Rente aufbessern möchte, kann man davon ausgehen, dass die 250.000 Euro an Kindererziehungskosten einem theoretischen Äquivalent einer späteren gesetzlichen Rente von etwa 975 Euro entsprechen müsste. Bei zwei Kindern wären das theoretisch 1.950 Euro monatlich, das klingt nach einer angemessenen Berücksichtigung der Kindererziehungskosten und der Kindererziehungszeiten. Selbst wenn man hier noch Abschläge wegen der anteiligen Finanzierung der Kindererziehungskosten durch den Staat und die Allgemeinheit über Kindergeld und die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt, müsste man bei einem Abschlag von 33% auf einen verbleibenden späteren Rentenanspruch der Mütter oder Väter von etwa 650 Euro je Kind gelangen. Bei zwei Kindern wären das 1.300 Euro gesetzliche Rente, für etwa 25-30 Jahre Erziehungsarbeit bei zwei Kindern. Studieren die Kinder nicht und sind bereits mit 22 Jahren mit der Berufsausbildung oder Bachelor fertig, dann müsste sich auch die Rente des Elternteils anpassen. Die Nachweise der Eltern für die Rentenversicherung würden wie auch bei den Kindererziehungszeiten auf Antrag mit Geburtsurkunden und Studien- und Ausbildungsbescheinigungen erbracht.Eine solche Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten ist nicht nur fair sondern klingt auch nach einer attraktiveren Variante für Mütter und Väter, als das heutige Rentensystem, dass den Mühen der Eltern kaum Rechnung trägt und die Früchte der kinderreichen Familien selbst nahezu vollends für die Kinderlosen Rentenversicherten und die versicherten Eltern mit lediglich einem Kind verfrühstückt. Das kann nicht gerecht sein, zumal eine ausreichende Kinderanzahl sowohl die notwendige als auch die hinreichende Voraussetzung für das Weiterbestehen der gesetzlichen Renten- und Sozialversicherungssysteme sind.
Für Fachkräfte attraktiver: USA, Kanada, Australien und Schweiz
Die Zuwanderung von echten qualifizierten Fachkräften nach Deutschland funktioniert nicht, da diese sich für attraktivere Länder wie USA, Kanada, Australien und Schweiz interessieren, die niedrigere Steuern und Sozialabgaben haben und die Fachkräfte mehr netto behalten von ihrem Arbeitseinkommen. Ein Land, das eine unzureichende Demographie und zu wenige eigene Kinder und Zukunft vorzuweisen hat, ist umso unattraktiver für diese Fachkräfte aus dem Ausland. Denn Fachkräfte können rational denken und gut rechnen. In einer überalterten Gesellschaft sind die Sozialabgaben viel zu hoch im Vergleich zu kinderreichen Ländern, also entscheiden die qualifizierten Fachkräfte sich für kinderreiche Länder mit einer gesunden eigenen Geburtenrate.Förderung des höheren Kinderreichtums
Ergo, führt bereits kurzfristig ab dem ersten Tag der neuen Bundesregierung nach der Bundestagswahl 2025 kein Weg an einer Förderung des höheren Kinderreichtums in Deutschland vorbei. Alles andere führt in den finanziellen und gesellschaftlichen Niedergang von Deutschland. Das gleiche gilt für Europa und jede überalterte Gesellschaft. Denn man kann auch anderen Ländern nicht die jungen kinderreichen Fachkräfte weglocken, die dann selbst in eine demographische Falle schlittern, human und fair ist diese Einwanderungspolitik ebenfalls nicht gegenüber den Entwicklungsländern, die die Fachkräfte an Deutschland und Europa abgeben sollen. Manch einer sieht darin postkoloniales Verhalten der westlichen Länder, der für einen "brain drain" in den Entwicklungsländern sorgt und deren besten Köpfe in den Westen locken will.
Die neue Mütterrente
Die neue Mütterrente, die von CDU /CSU und SPD im Sondierungsgespräch zur neuen Koalition vereinbart wurde, ist nur ein erster Schritt zum besseren und gerechteren Ausgleich der Kindererziehungszeiten und deren Beitrag zur Rettung der Sozial- und Rentenversicherungssysteme. Da müssen noch deutlich höhere Anreize für kinderreiche Familien geschaffen werden.
Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung
"Die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung steigen von Jahr zu Jahr, die laufenden Beiträge der Rentenversicherungspflichtigen reichen nicht aus, um die monatlichen Renten zu zahlen. Deshalb muss ein immer größerer Teil der Ausgaben durch Steuerzuschüsse finanziert werden.
Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV)
Quelle: Deutsche Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de
Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/
Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) wird in erster Linie über Beitragseinnahmen und Zuschüsse des Bundes finanziert. Die Finanzierung basiert dabei auf dem sogenannten Umlageprinzip. Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung sind in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Im Jahr 2020 übertrafen in der allgemeinen Rentenversicherung die Ausgaben die Einnahmen um knapp 3,9 Milliarden Euro (338,3 gegenüber 334,4 Mrd. Euro).
(Quelle: Deutsche Rentenversicherung)
Das deutsche Rentensystem ist als Umlageverfahren konzipiert und beruht darauf, dass die jüngeren Rentenversicherungspflichtigen mit ihren Beiträgen die Renten der heutigen Rentner finanzieren. Gleichzeitig basiert es auf der Vorstellung, dass die heute Rentenversicherten genügend Kinder in die Welt setzen, die später die Renten im System erwirtschaften. Wenn aber immer weniger Rentenversicherungspflichtige ausreichend Kinder oder überhaupt Kinder bekommen, dann reichen die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung nicht aus, um die laufenden Ausgaben zu finanzieren, und der Staat muss über Steuereinnahmen einen Teil der Finanzierung über den Bund übernehmen. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass das Rentenversicherungssystem auf der Reproduktionsannahme jedes einzelnen Rentenversicherungspflichtigen beruht. Reproduziert sich eine Gesellschaft über das Rentenumlageverfahren nicht mehr ausreichend, dann müssen auch die Renten an die kontinuierlich sinkenden Beitragseinnahmen angepasst werden. Bei der Anpassung der Rentenhöhe muss aber zwingend berücksichtigt werden, wie viele Kinder die Mütter und Väter erzogen haben, da sie einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Renten- und Sozialversicherungssystems geleistet haben. Ohne ihre Kinder gäbe es im Umlageverfahren keine Beitragseinnahmen zur Finanzierung der gesetzlichen Rente. Insofern müsste sich die Zahl der erzogenen Kinder wesentlich stärker auf die Höhe der späteren Rente auswirken. Die heutigen Entgeltpunkte für Kindererziehungszeiten müssten mindestens verdreifacht werden, derzeit gibt es bis zu 3 Entgeltpunkte pro Kind für Mütter oder Väter mit Geburten ab 1992.
Aktuell werden lediglich Beiträge des Bundes für Kindererziehungszeiten der Eltern in Höhe von etwas 17,3 Milliarden Euro jährlich (2023) vom deutschen Bundeshaushalt an die Gesetzliche Rentenversicherung überwiesen. Vergleicht man diesen Betrag mit den Kosten für Entwicklungshilfe von etwa 30 Milliarden pro Jahr oder für die Migrationspolitik von etwa 50 Milliarden pro Jahr und deren dauerhaften Sozialkosten von 5,5 Billionen Euro (vgl. Studie Prof. Dr. Raffelhüschen), dann wird hier eine falsche Prioritätensetzung in der deutschen Politik deutlich. Angesichts der Bedeutung der hohen Kinderanzahl für das Sozialversicherungssystem und das Wirtschaftswachstum sind die 17,3 Milliarden pro Jahr für die Kindererziehungszeiten lediglich ein geringer Beitrag und somit kein Anreiz für die Lösung der "Mutter aller Probleme", nämlich eine deutlich höhere endogene Geburtenrate in Deutschland selbst zu erzielen. Diesbezüglich muss dringend eine Änderung der Prioritätensetzung in der deutschen Politik erfolgen.
Entegeltpunkt
Man kann sich auch über ein zweites Rechenmodell an die Berücksichtigung der Kindererziehungszeiten annähern, das ist die Umwandlung der Kindererziehungszeiten in Entgeltpunkte für die spätere Rente. Ein Entgeltpunkt wird derzeit pro Jahr für Kindererziehungszeiten von maximal drei Jahren vergeben, auf Antrag bei der gesetzlichen Rentenversicherun. Ein Entgeltpunkt entspricht derzeit 39,32 Euro Rente pro Monat (Stand: ab 01.07.2024). Bei drei Entgeltpunkten entspricht dies derzeit einer späteren monatlichen Rente von ca. 120 Euro. Das ist ein lächerlicher Ausgleich dafür, dass Mütter und Väter mit Kindern über 20 bis 25 Jahre hohe laufende Kosten für die Kindererziehung tragen und darüber hinaus hohe Opportunitätskosten (nur Teilzeitarbeit, weniger Urlaub etc.), die andere Rentenversicherungspflichtige ohne Kinder nicht tragen müssen. Und ist die Kindererziehung nach 3 Jahren je Kind bereits beendet? Natürlich nicht. Deswegen muss die Anzahl der Jahre auf mindestens 9 Jahre erhöht werden, besser 18-27 inkl. Zeiten der Kinderausbildung) die als Kindererziehungszeiten berücksichtigt werden. Da ein kontinuierlicher Kindernachwuchs für das System der gesetzlichen Rentenversicherung existenziell ist, muss die Rentenversicherung auch einen stärkeren Anreiz für die Rentenversicherungspflichtigen schaffen, Kinder zu bekommen. Derzeit ist dieser Anreiz nicht groß genug, weshalb sich viele Eltern inzwischen gegen Kinder oder nur für ein Kind entscheiden. Wenn wir wollen, dass die gesetzliche Rentenversicherung überlebt, müssen wir die Entgeltpunkte für Kinder verdreifachen, das heißt, ein Elternteil würde dann pro Kind später mindestens 360 Euro Rente bekommen. Bei zwei Kindern wären es 720 Euro. In diesem Vorschlag würden insgesamt 9 Jahre (3x3 Entgeltpunkte) als Kindererziehungsarbeit berücksichtigt werden. Doch ist die Kindererziehungsarbeit nach 9 Jahren bereits abgeschlossen? Natürlich nicht, deswegen sind die 9 Jahre als Mindestleistung anzuerkennen. Gerechter wäre das Modell, dass die gesamte Erzeihungsarbeit bis zur Ausbildung und Studium berücksichtigt, wie wir es im ersten Modell mit bis zu 250.000 Euro Kindererziehungskosten berücksichtigt haben, die in Entgeltpunkte zur Rente umgewandelt würden mit bis zu 650 Euro je Kind, je nach Dauer von Ausbildung und Studium. Angesichts der Inflation ist das aus heutiger Sicht nicht viel. Es darf aber nicht sein, dass Frauen, die nicht gearbeitet, sondern drei Kinder in die Welt gesetzt und sich für deren Erziehung und Ausbildung aufgeopfert haben, für diese 25 Jahre Dienst in der Familie und für die Gesellschaft nicht ausreichend mit einer auskömmlichen Mütterrente entlohnt werden.
Die im neuen Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD vorgesehene Ausweitung der Mütterrente ist daher nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Sobald die Entgeltpunkte verdreifacht werden für die Kindererziehungszeiten der Mütter oder Väter, steigt mit grosser Wahrscheinlichkeit auch die Geburtenrate und nur so kann die Rentenversicherung und andere Sozialsysteme langfristig gerettet werden.", schreibt Dipl.-Kfm. Raimund Tittes, Vorstand der Kölner Investmentberatung INVEXTRA.COM AG.
Sondierungspapier: Angleichung der Kindererziehungszeiten von Müttern
Im Sondierungspapier zu den Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD geht es um die Angleichung der Kindererziehungszeiten von Müttern, die ihre Kinder vor 1992 geboren und erzogen haben, an die bisher geltende Rechtslage für Mütter mit Geburten ab 1992: alle Mütter, gleich wann sie ihr Kind geboren haben erhalten bis zu 36 Kalendermonate und 3 Entgeltpunkte für die Kindererziehungszeit.
Kindererziehungszeiten sind Pflichtbeiträge, die sich direkt auf die Rentenhöhe auswirken. Für die Zeit der Kindererziehung werden erziehende Mütter/Väter in etwa so gestellt, als hätten Sie Beiträge aufgrund des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten gezahlt.
Kindererziehungszeit
Ein Jahr Kindererziehungszeit kann bis zu 1 Entgeltpunkt in Euro: 39,32 (Stand: seit 01.07.2024) Rente pro Monat erzielen. Der Wert eines Entgeltpunktes ist nicht fix und kann sich ändern.
Die Mütterrente soll eine verbesserte Anerkennung von Kindererziehungszeiten sein.
Keine eigenständige Rente
Die Mütterrente ist keine eigenständige Rente, die separat zur gesetzlichen Rente ausgezahlt wird, sondern eine Anrechnung der Erziehungszeit in Form von Rentenpunkten und führt zu höheren Ansprüchen in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Deutsche Rentenversicherung schreibt jedem so genannte Rentenpunkte gut. Die Höhe der gesetzlichen Rente ergibt sich aus den eingezahlten Beiträgen während einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Je mehr Rentenpunkte man am Ende hat, umso höher fällt die gesetzliche Rente aus. Verzichtet man während der Erziehungszeit auf sein Erwerbseinkommen sinken auch die Rentenansprüche. Um dies auszugleichen, erhält man für Erziehungszeiten Entgeltpunkte.
Die Erziehungszeiten für die Mütterrente werden nicht automatisch erfasst und müssen beim Rentenversicherungsträger beantragt werden. Die Geburtsurkunde des Kindes dient als Nachweis. Mit dem Formular V0800 der Deutschen Rentenversicherung können die Erziehungszeiten beantragt werden.
*** TIPP der Redaktion:
>>> Jetzt mit "Altersvorsorge-Check" starten:
Sorgen Sie schon vor oder träumen Sie noch?
Das Erwachen aus dem Traum kommt spätestens 10 Jahre vor Rentenbeginn!
Jetzt Rentenlücke berechnen mit dem Altersvorsorge-Check und Alptraum im Alter vermeiden.
***
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren
persönliche Einschätzung wieder (Invextra AG).
Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben
keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen
keine Beratung dar (Invextra AG).
INVESTMENTFONDS.DE |
|
INVESTMENTFONDS.DE | Hinweise in eigener Sache:
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
News zum Thema
Weitere News auswählen

Fonds leicht erklärt
Ein Investmentfonds ist wie ein Korb voller Aktien, von denen jeder Anleger Anteile kaufen und verkaufen kann.