Moonfare | Erhöhtes Risiko einer Rezession durch US-Zölle

Investmentfonds.de | Die Ankündigung des „Liberation Day“ löst bei Unternehmen und auf den Privatmärkten Besorgnis aus.
Die Zölle – die scheinbar in Abhängigkeit von dem Handelsdefizit eines Landes mit den USA berechnet wurden – sind deutlich höher als erwartet. Für Europa, Japan, Indien und insbesondere für China müssen sie als Strafe angesehen werden.
Das Risiko einer Rezession ist jetzt hoch und es ist zu erwarten, dass eine Umsetzung der Zölle der Wirtschaft schaden wird. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind die Höhe und der Umfang der Zölle unbegreiflich schlecht für die US-Wirtschaft. Viele Investoren werden die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen und gar die Kompetenz der verantwortlichen Personen im Weißen Haus in Frage stellen.
Es gibt zwei mögliche Szenarien, wie es jetzt weitergehen wird:
- Die Anwendung der Zölle von 20 Prozent auf Waren aus der EU und 34 Prozente auf Importe aus China (zusätzlich zu früheren Zöllen) löst eine starke Reaktion beider Regionen aus (Großbritannien scheint mit 10 Prozent davongekommen zu sein, und Pharmazeutika sind bisher von Zöllen verschont geblieben). Hier besteht das Potenzial, dass diese Gegenreaktionen das geopolitische Umfeld verschlechtern und einen unerwünschten globalen Nachfrageschock auslösen. Als mögliche Konsequenz dessen könnten andere Länder Koalitionen gegen die USA bilden, was wiederum die Nachfrage nach US-Waren und -Dienstleistungen in Asien und Europa beeinträchtigen würde. Noch ist insbesondere offen, wie China reagieren wird - vor allem mit Blick auf seinen Einfluss, globale Lieferketten zu unterbrechen.
- Ein positiveres Szenario wäre, dass die hohen Zölle der erste Schritt in einem groß angelegten „Deal“ oder Verhandlungsprozess sind. Das Problem dieser Annahme ist jedoch, dass die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und anderen Regionen bereits angespannt sind und die Glaubwürdigkeit der USA aufgrund der gerade beschlossenen Zölle angeschlagen ist.
Aus Unternehmenssicht ist es nur ein kleiner Lichtblick, dass die Zinsen im Jahr 2025 sinken könnten, wenn die Zölle zu einer rückläufigen Nachfrage führen. Denn es besteht die Sorge, dass das extreme Maß an Unsicherheit Unternehmen und Investoren dazu veranlassen wird, Investitionspläne auf Eis zu legen. Es ist daher interessant, dass für Freitag eine Rede des Fed-Vorsitzenden geplant ist – denn die Reaktion der Zentralbanker auf diesen potenziellen Schock ist ebenfalls offen.
Auch insgesamt könnten die Kapitalmarktaktivitäten abflauen, bis Klarheit über die Handelspolitik besteht. Darüber hinaus schafft dieser politische Schritt ein sehr schwieriges Umfeld für US-Unternehmen, obwohl die Einführung von Zöllen doch gerade ihnen helfen sollte.
Trotz allem verfügt die überwiegende Mehrheit der Portfoliounternehmen in unserem Investmentuniversum über stabile Einnahmen, robuste Geschäftsmodelle, einen langfristig vertraglich vereinbarten Cashflow, die Fähigkeit, Kostensteigerungen weiterzugeben, und eine lokale Kunden- und/oder Lieferantenbasis. Unserer Meinung nach sind langfristige stabile Vermögenswerte zusammen mit den erfahrensten Partnern immer noch der beste Weg, um diesen Sturm mittel- bis langfristig zu überstehen.
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