Triodos IMpact Check – Es muss schneller gehen beim Impact Investing
Dick van Ommeren, CEO Triodos Investment Management
Investmentfonds.de - Trotz starkem Gegenwind im vergangenen Jahr steht Impact Investing weiterhin auf der Agenda ernsthafter Investoren. Während die Realwirtschaft weltweit immer mehr und größere Projekte umsetzt, zeigt sich: Die entscheidende Frage ist nicht mehr das „Ob“, sondern die Geschwindigkeit, mit der Anleger bereit sind zu handeln.
Das vergangene Jahr stellte den Markt für Impact-Investments auf eine harte Probe. Die Anti-ESG-Rhetorik wurde lauter, die geopolitische Lage instabiler und das Kapital vorsichtiger. Aber Stress hilft auch dabei, Prioritäten zu klären. Anstatt uns zurückzuziehen, haben wir bei Triodos unsere Strategie und unseren Fokus geschärft, und das Ergebnis war eindeutig: ein anhaltendes und wachsendes Interesse an unseren Lösungen. Die Botschaft ist klar: Seriöse Investoren haben Impact nicht aufgegeben.
Die Realwirtschaft wartet nicht länger
Eine positive Veränderung ist mir besonders aufgefallen: Die Realwirtschaft bewegt sich von der Vision zur Umsetzung. Projekte im Bereich erneuerbare Energien, Netzausbau, Speicherlösungen und kritische Infrastruktur befinden sich klar in der Umsetzungsphase.Dieser Wandel war auch weltweit zu beobachten. In den USA beispielsweise wurden trotz politischem Gegenwind und der Kehrtwende der Regierungspolitik im Bereich erneuerbare Energien 2025 neue Kapazitäten bei der Energieversorgung überwiegend durch Solar, Wind und Batteriespeicher geschaffen.
Das in den vergangenen Jahren investierte Kapital ist nun einsatzbereit. In den Niederlanden schreitet die Anpassung an den Klimawandel auf Haushaltsebene voran: Fast jeder fünfte Haushalt ist nicht mehr auf Gas angewiesen, sondern nutzt Wärmenetze oder Wärmepumpen. Bei einem kürzlichen Besuch in China war ich beeindruckt, wie weit die Elektrifizierung dort in etwas mehr als einem Jahrzehnt vorangeschritten ist. Fortschritte in großem Maßstab sind nicht mehr nur Theorie, sondern Realität.
Die Industrie macht Fortschritte, aber zu langsam
Impact Investing wird zunehmend Teil vieler institutioneller Portfolios. Aber seien wir ehrlich: Die Entscheidungsfindung ist oft (zu) langsam. Geschäfte, deren Strukturierung Jahre dauert, sind in einer Welt, die jetzt Lösungen braucht, Teil des Problems.Ich beginne, Veränderungen bei großen institutionellen Anlegern zu beobachten, insbesondere in den Niederlanden. Maureen Schlejen, CEO von Achmea Investment Management, beispielsweise argumentiert in einem kürzlich erschienen Artikel, dass Impact Investing nicht nur eine Option, sondern eine inspirierende Chance für eine bessere Zukunft ist, speziell für Pensionsfonds. Sie fordert die Branche auf, schneller zu agieren.
Die Absicht und das Kapital sind also vorhanden. Einige institutionelle Investoren gehen öffentlich-private Partnerschaften ein und entfernen sich allmählich von isolierten Anlageklassenstrukturen, um Nachhaltigkeit stärker in ihre Anlageentscheidungen einzubeziehen. Impact-Know-how wird internalisiert, und Risiko, Rendite und Wirkung werden zunehmend gemeinsam und nicht mehr nacheinander bewertet. Dies ist eine bedeutende Entwicklung.
An Chancen mangelt es nicht
Die Möglichkeit, in die Realwirtschaft zu investieren, besteht bereits heute. Die Energiewende ist das offensichtlichste Beispiel dafür. Batteriespeicher, Wärmenetze und Infrastruktur im industriellen Maßstab sind keine neuen Technologien mehr, sondern wesentliche Bestandteile eines widerstandsfähigen Energiesystems. Ihr Weg, der zunächst von Zurückhaltung geprägt war und dann zu einer raschen Normalisierung führte, spiegelt den der Windenergie vor 25 Jahren wider. Anleger sollten jetzt aktiv werden, auch wenn sie zunächst vielleicht mit kleineren Mandaten beginnen.Die Energiewende ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Nachhaltige börsennotierte Aktien, finanzielle Inklusion in Schwellenländern und naturbasierte Lösungen in Industrie- und Entwicklungsländern bieten allesamt glaubwürdige Wege, um Kapital mit realer Wirkung einzusetzen. Der Engpass sind nicht die Möglichkeiten, sondern die Bereitschaft, entschlossen und schnell zu handeln.
Geschärfter Fokus für 2026
In diesem Jahr liegt mein Schwerpunkt auf Beschleunigung. In der Praxis bedeutet das, die Aufklärung der Branche voranzutreiben und die Einführung einer stärker unternehmerisch geprägten Denkweise zu fördern. Unsere Branche braucht mehr Zusammenarbeit, mehr gemeinsame Gestaltung und mehr Pilotmandate, die auf Skalierbarkeit ausgelegt sind. Intern bedeutet dies auch, die Stimme der Jugend bei Triodos Investment Management stärker zu integrieren. Die Auswirkungen, über die wir sprechen, betreffen schließlich die Welt, die künftige Generationen erben werden. Ihr Beharren auf dem Möglichen und ihre Weigerung, überkommene Einschränkungen zu akzeptieren, ist etwas, das unsere Branche nachahmen sollte.Die Chancen sind da. Das Kapital ist da. Was jetzt erforderlich ist, sind Überzeugung, Schnelligkeit und der Mut, zur Tat zu schreiten.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter https://www.investmaxx.com, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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