Europace | Hauspreisindex (EPX): Top 7-Städte: Miet- und Angebotspreise regional divers – insgesamt stabile Immobilienpreise im Juni
Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace - Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite
Investmentfonds.de - Berlin, 06. Juli 2026 – Die Preise am deutschen Immobilienmarkt zeigen sich im Europace Hauspreisindex im Juni stabil – für Kaufinteressierte ein positives Signal. Bei den Miet- und Anegbotspreisen wird der bundesweite Trend dabei zunehmend von regionalwirtschaftlichen Entwicklungen überlagert.
Der Gesamtindex bleibt im Juni nahezu unverändert und gibt minimal um 0,01 % auf 221,80 Punkte nach. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das dennoch einem Plus von 1,66 %.
Für Stabilität sorgt weiterhin der Neubau: Die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser bleiben im Juni mit 0,00 % zum Vormonat unverändert. Der Index liegt bei 244,57 Punkten, im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 2,61 %.
Die Preise für Eigentumswohnungen bleiben ebenfalls nahezu konstant und sinken geringfügig um 0,01 % auf 219,60 Punkte. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 0,83 %. Damit bleiben Wohnungen ein verlässlicher Stabilitätsanker, auch wenn sich der Preisauftrieb weiter abschwächt.
Auch bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern zeigt sich kaum Bewegung: Die Preise gehen im Juni leicht um 0,02 % auf 201,24 Punkte zurück. Im Jahresvergleich steht dennoch ein Plus von 1,43 %. Der Markt präsentiert sich damit insgesamt stabil und bewegt sich seitwärts.
„Der Immobilienmarkt zeigt sich im Juni bemerkenswert stabil. Nach den leichten Preisbewegungen der vergangenen Monate sehen wir nun in nahezu allen Segmenten eine Seitwärtsentwicklung. Das schafft Orientierung und Planungssicherheit für Kaufinteressierte“, sagt Europace Vorstand und Co-CEO Stefan Münter.
„Gerade vor dem Hintergrund weiter steigender Mieten bleibt der Erwerb einer Bestandsimmobilie oder Eigentumswohnung für viele Haushalte eine wirtschaftlich attraktive Alternative. Während sich die Kaufpreise kaum verändern, verteuern sich Mietwohnungen in vielen Städten weiterhin deutlich. Wer heute finanziell gut vorbereitet in den Markt geht, profitiert von einem stabilen Preisniveau und langfristiger Kalkulationssicherheit“, so Münter weiter.
Immobilienpreise trotzen Zinsanstieg und Unsicherheit – Erholung verliert an Tempo
Die Wohnimmobilienpreise senden zur Jahresmitte 2026 ein zwiespältiges Signal: Während die Quartals- und Jahreswerte weiter nach oben zeigen, geben die aktuellen Monatszahlen erstmals wieder nach. Trotz erneut gestiegener Zinsen im zweiten Quartal und der verstärkten geopolitischen Unsicherheit bleiben die Preise damit weitgehend resilient – ein Rückschlag bleibt aus, der Aufschwung verliert aber spürbar an Fahrt. Das zeigt die aktuelle Marktanalyse der VALUE AG für den Monat Juni.Die Angebotsdaten der VALUE AG bestätigen im Monat Juni die Seitwärtsbewegung, die sich in den Transaktionsdaten abzeichnet: Kaufpreise für Wohnungen wie Häuser gaben um jeweils rund -0,5 % nach, die Angebotsmieten legten nach mehreren Anstiegen eine Pause ein (−0,2 %). Bemerkenswert ist der Verlauf im Quartal: Nach Zuwächsen im April und Mai drehten alle Segmente im Juni ins Minus.
Top 7-Städte: Ein Blick auf die Preisentwicklung im 2. Quartal 2026
Ein Blick auf das 2. Quartal 2026: Bundesweit bewegen sich Eigentumswohnungen (+0,2 %) und Ein-/Zweifamilienhäuser (-0,3 %) seitwärts; der Mietmarkt bleibt mit +0,6 % das stärkste Segment. Im Vorjahresvergleich hat sich die Dynamik merklich abgeflacht: Wohnungen +2,0 %, Häuser +2,2 %, Mieten +3,8 % – nach über vier Prozent noch zum Jahreswechsel.Top 7-Städte
Quelle: Europace
„Angesichts steigender Zinsen und angespannter geopolitischer und regionalwirtschaftlicher Lage ist die Widerstandsfähigkeit des Marktes das eigentlich Bemerkenswerte – im Quartals- und Jahresvergleich zeigen die Preise weiter nach oben“, erklärt Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG. „Zugleich hat die Dynamik nachgelassen, und der bundesweite Durchschnitt sagt immer weniger: Hamburg legt kräftig zu, während Stuttgart und München bei Häusern deutlich nachgeben. Spannend ist die Deutung der Monatszahlen: Offen bleibt, ob der Rückgang im Juni ein saisonales Sommerloch ist – oder ob die Anstiege im April und Mai bereits eine Torschlusspanik waren. Erst die kommenden Monate zeigen, ob daraus ein Trend wird. Am angespanntesten bleibt derweil der Mietmarkt, der im Jahresvergleich weiter am stärksten wächst.“
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