Europace Hauspreisindex: Im Januar fallen die Preise
Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace - Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite
Investmentfonds.de - Berlin, 9. Februar 2026 – Der Europace Hauspreisindex (EPX) verzeichnet für den Januar 2026 leicht nachgebende Immobilienpreise in allen Segmenten. Mit einem Minus von 0,46 Prozent sinken im ersten Monat des Jahres 2026 vor allem die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser.
Die Preise für Eigentumswohnungen verhalten sich im Januar 2026 bei einer Entwicklung von -0,1 Prozent stabil. Der Index fällt minimal auf 217,35 Punkte. Im Vorjahresvergleich stiegen die Preise um 0,91 Prozent.
Im Januar fallen die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser erstmals seit fünf Monaten: Die Baupreise geben um 0,46 Prozent nach und der Index sinkt auf 242,16 Punkte. Im Vorjahresvergleich stiegen die Baupreise um 2,12 Prozent.
Im Segment der bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser gehen die Preise leicht zurück: Mit einem Minus von 0,33 Prozent sinkt der Index auf 200,82 Punkte. Innerhalb der letzten zwölf Monate erhöhten sich die Preise um 1,35 Prozent.
Der Gesamtindex zeigt sich mit -0,27 Prozent stabil und landet zu Jahresbeginn bei 220,11 Punkten. Im Vorjahresvergleich wuchsen die Preise um 1,48 Prozent.
„In den jüngsten Daten des Europace Hauspreisindex sehen wir nach einem moderaten Jahresende zunächst eine leichte Abschwächung der Kaufpreise. Besonders dynamisch entwickelt sich weiterhin der Mietmarkt. Die Angebotsmieten sind zum Jahresbeginn um rund 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Diese Entwicklung erhöht den wirtschaftlichen Druck auf viele Haushalte spürbar und verschiebt die Abwägung zunehmend in Richtung Eigentum. Für den weiteren Jahresverlauf gehen wir jedoch nicht davon aus, dass die Immobilienpreisen weiter sinken. Der Spielraum zwischen Angebotspreisen und tatsächlichen Kaufpreisen dürfte sich weiter verringern, da Immobilienpreise zunehmend unempfindlicher gegenüber Zinsbewegungen werden. Für Kaufinteressierte bedeutet das: Das Marktumfeld ist anspruchsvoll, aber berechenbarer geworden. Wer langfristig plant und über Finanzierungssicherheit verfügt, sollte nicht darauf setzen, dass aktuelle Preisnachlässe von Dauer sind und den Immobilienkauf jetzt aktiv angehen“, erklärt Europace Co-CEO und Vorstand Stefan Münter.
Angebotskaufpreise steigen unbeirrt, Mieten steigen deutlich, Spread nicht von Dauer
Nach dem moderaten Dezember beginnen die Angebotspreise zum Jahresstart 2026 wieder zu steigen. Das zeigt die aktuelle Marktanalyse der VALUE AG für den Monat Januar. Während die Transaktionszahlen im Januar leichte Rückgänge verzeichneten, steigen die Angebotskaufpreise unbeirrt weiter. Wohnungen verteuerten sich um 0,2 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) und Hauspreise um 0,34 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent). Die Angebotsmieten starten mit einer Steigerung von 0,73 Prozent im Vergleich zum Vormonat förmlich mit Vollgas in das neue Jahr.
„Der aktuelle Preis-Check zeigt: Während die Kaufpreise nur leicht steigen, schießen die Mieten mit +0,73 Prozent im Monat förmlich durch die Decke“, kommentiert Sebastian Hein, Director bei der VALUE AG, die aktuellen Marktdaten. „Wer jetzt noch zögert, muss wissen: Der aktuelle Spread – also die Lücke zwischen Wunschpreis und Abschluss – wird nicht ewig offen bleiben. Wir sehen bereits, dass die Preise unempfindlicher gegenüber den Zinsen werden. Die Leute wollen und müssen wohnen, und die explodierenden Mieten treiben sie förmlich ins Eigentum. Daher erwarten wir für 2026 weiterhin steigende Preise“, ergänzt er.
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