Moventum AM | Aktienmärkte zwischen Fiskalpaketen und Trumpcession

Investmentfonds.de | Luxemburg, 18. März 2025 – Transatlantischer Favoritenwechsel: Lange konnte nichts die US-Börsenkurse aufhalten, doch inzwischen lastet der handelspolitische Schlingerkurs des US-Präsidenten auf der Wall Street. In Europa dagegen hinkten die Kurse lange hinterher, nun werden sie durch die Ankündigung neuer Fiskalpakete der Regierungen gestützt. „In diesem Umfeld erhöhter Unsicherheit gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren“, erklärt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM.
Noch vor Kurzem trieb die KI-Phantasie die US-Technologieaktien und damit den ganzen US-Aktienmarkt nach oben. Doch in jüngster Zeit geben die Kurse nach. Hauptgrund sind erhöhte Zölle gegen zahlreiche Länder, die US-Präsident Trump mal einführt, mal bloß ankündigt und kurz darauf wieder zurücknimmt. So drohte Trump mit einem 20-Prozent-Zusatzzoll auf alle chinesischen Güter sowie mit Abgaben auf Autoimporte, die auch die EU treffen würden. Einfuhren aus Mexiko und Kanada könnten mit zusätzlichen 25 Prozent belastet werden. Ob diese Drohungen wahr gemacht werden, weiß niemand. „Das macht es außerordentlich schwierig, die Wirkungen auf Konjunktur und Inflation zu kalkulieren“, so Gerlinger.
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An den Märkten wuchs zuletzt die Furcht, die möglichen Zölle wie auch die möglichen Gegenmaßnahmen der US-Handelspartner könnten nicht nur die Wirtschaften Europas, Chinas und Nordamerikas treffen, sondern auch die USA selbst. Schließlich bedeuten sie höhere Preise, was US-Unternehmen international weniger wettbewerbsfähig macht. Gleichzeitig belastet die stärkere Inflation den Konsum: Das US-Verbrauchervertrauen ist im Februar den dritten Monat in Folge gesunken, die Inflationserwartungen der US-Haushalte erreichten den höchsten Stand seit Mitte der 1990er-Jahre. Das Wort von der „Trumpcession“ macht die Runde.
Gerlinger hält US-Aktien aber dennoch weiter für aussichtsreich. Die Unternehmensberichte des vierten Quartals bestätigten das anhaltende Gewinnwachstum. Zudem hoffen Wirtschaft und Märkte auf versprochene Steuersenkung und Deregulierung. „Diese Themen werden im zweiten Halbjahr auf der Tagesordnung stehen“, sagt Gerlinger. Davon dürften insbesondere der Finanzsektor und die Nebenwerte profitieren. Schließlich erzielten die Small-Cap-Unternehmen 75 Prozent ihrer Umsätze im Inland, zudem bestehe ein unveränderter Bewertungsabschlag von 25 Prozent gegenüber Large Caps. Bei Letzteren relativiere sich unter Herausrechnung der „Magnificent 7“ zudem die höhere Bewertung. „Eine zunehmende Marktbreite ist positiv für US-Aktien zu sehen“, so Gerlinger.
In Europa wiederum liefen die Märkte relativ gesehen zuletzt deutlich besser als der US-Markt. Das lag laut Gerlinger zum einen an Kapitalzuflüssen kurzfristig orientierter Investoren. Dazu kamen verbesserte Gewinnerwartungen, die Hoffnung auf Strukturreformen sowie erste Anzeichen dafür, dass die schwächelnde EU-Industrie einen Boden gefunden hat: Im Februar steigerte sie ihre Produktion gegenüber Januar, der Industrie-Einkaufsmanagerindex (PMI) erreichte im Februar den höchsten Wert seit zwei Jahren.
Auf Branchenebene sieht Gerlinger die Finanzwerte als größten Profiteur der erwarteten Deregulierung in den USA, auch europäische Finanzwerte präsentierten erfreuliche Gewinne. Der Technologiesektor zeige ebenfalls weiter ein starkes Gewinnwachstum und „das Thema KI bleibt ein Mega-Trend“, so Gerlinger. Chancen eröffne auch die Health-Care-Branche. Hier gebe es noch keine negativen Nachrichten aus dem Trumpschen Lager. Allerdings hatte die US-Regierung für den Bereich Gesundheit Ausgabenkürzungen angekündigt, die den Sektor belasten würden. Zudem hat die Health-Care-Branche eine hohe Importquote, ist also anfällig für zusätzliche Zölle.
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