Capital | Aktien steigen trotz anhaltender Risiken
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de - Die Märkte senden in dieser Woche ein etwas kontraintuitives Signal, wobei Risikoanlagen stabil bleiben und in einigen Fällen sogar steigen, trotz einer erneuten Verschlechterung des geopolitischen Umfelds. Der Zusammenbruch der Waffenstillstandsgespräche und neue Störungen rund um die Straße von Hormus haben zunächst die Ölpreise steigen lassen und sollten theoretisch stärker auf die Aktienmärkte gedrückt haben. Doch die Reaktion war relativ verhalten, was darauf hindeutet, dass Anleger zunehmenden durch kurzfristige Volatilität hindurchblicken.
Ein Teil dieser Widerstandsfähigkeit spiegelt einen Wandel darin wider, wie die Märkte den Konflikt interpretieren. Früher war die Erzählung klar: Je länger der Krieg andauerte, desto schlechter war die Aussichten für Wachstum, Inflation und risikobehaftete Anlagen. Jetzt scheint die Dynamik sich umgekehrt zu haben. Mit einem noch locker bestehenden Waffenstillstandsrahmen und den USA, die versuchen, die Straße zu kontrollieren, wird das Fehlen einer Eskalation eher als positives Signal gewertet als das Vorhandensein des Konflikts. Mit anderen Worten, jeder Tag ohne größere Störungen der Energieinfrastruktur im Golf wird als schrittweiser Fortschritt in Richtung Stabilisierung gesehen.
Das hilft zu erklären, warum Aktien zumindest vorübergehend in der Lage waren, sich vom Öl zu entkoppeln. Nach Wochen, in denen die Aktienmärkte ihre Vorgaben direkt von den Energiepreisen nahmen, hat sich die Beziehung gelockert. Öl bleibt hoch, was das anhaltende Angebotsrisiko widerspiegelt, aber die Aktien sind weiterhin gestiegen, wobei der S&P 500 einen großen Teil seiner kriegsbedingten Verluste wieder aufgeholt hat. Auch die Volatilitätsindikatoren sind gesunken, was die Idee verstärkt, dass die Märkte extreme Ausreißerrisiken nicht mehr mit derselben Intensität einpreisen.
Diese Stärke wirft jedoch auch Fragen zur Selbstzufriedenheit und Positionierung auf. Die zugrunde liegenden Treiber des jüngsten Bullenmarktes – starke Gewinnentwicklung, fiskalische Unterstützung und eine anhaltende „Buy-the-Dip“-Mentalität – scheinen sich wieder durchzusetzen. Anleger scheinen bereit zu sein, wieder Risiken einzugehen, selbst wenn die geopolitische Lage ungelöst bleibt. Das deutet darauf hin, dass die Märkte ein Best-Case-Szenario einpreisen oder zumindest die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation unterschätzen könnten.
Mit Blick nach vorn wird die entscheidende Prüfung für diese Widerstandsfähigkeit durch die Berichtssaison und makroökonomische Daten kommen. Erste Ergebnisse haben bereits Anzeichen von Druck gezeigt, insbesondere in zyklischeren und industriellen Sektoren, wo höhere Inputkosten und nachlassende Nachfrage erste Auswirkungen zeigen. Sollte dieser Trend anhalten, könnte er die derzeitige Erzählung infrage stellen und eine Neubewertung der Bewertungen erzwingen.
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Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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