Capital | Märkte reagieren auf Hoffnungen auf eine neue Einigung im Vorfeld der FOMC-Sitzung.
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de | Die Märkte reagieren positiv auf die Ankündigung einer Einigung zwischen den USA und dem Iran; Investoren bauen rasch einen Teil der Risikoprämie ab, die sich in den vergangenen Monaten an den Energiemärkten aufgebaut hatte. Am deutlichsten zeigte sich diese Reaktion beim Ölpreis, der angesichts der Erwartung, dass die Straße von Hormus offen bleibt und das Risiko einer längerfristigen Versorgungsunterbrechung gesunken ist, stark nachgab. Auch die Aktienmärkte reagierten positiv, insbesondere in Europa und Asien; diese Regionen sind stärker von Energieimporten abhängig und hatten empfindlicher auf die inflationären Auswirkungen höherer Ölpreise reagiert.
Die Vereinbarung hat zudem wichtige Auswirkungen auf die Erwartungen im Hinblick auf die Zentralbankpolitik. Vor dem Abkommen wuchs bei Investoren die Sorge, dass höhere Energiekosten den allgemeinen Inflationsdruck verstärken und die Entscheidungsträger womöglich zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik zwingen könnten. Der starke Rückgang der Ölpreise beseitigt zwar nicht gänzlich die Inflationsrisiken, mindert jedoch deren Dringlichkeit. Dies ist besonders in der aktuellen Woche von Bedeutung, da die Federal Reserve erstmals unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh tagt. Warsh tritt sein Amt in einer schwierigen Phase an. Zunächst galt er an den Märkten als eher taubenhaft eingestellt – also als Befürworter einer eher lockeren Geldpolitik –, doch die anhaltende Inflation und der robuste Arbeitsmarkt haben diese Einschätzung relativiert. Das Friedensabkommen könnte der Fed mehr Spielraum verschaffen, eine neutrale Haltung beizubehalten, anstatt sofort zu einer weiteren Straffung zu tendieren. Dennoch dürften die Entscheidungsträger weiterhin Vorsicht walten lassen. Auch wenn der Energieschock nachzulassen scheint, bestehen die zugrundeliegenden Inflationsrisiken – bedingt durch die starke Wirtschaftslage und Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz – weiterhin fort.
Für Investoren stellt sich daher nicht die Frage, ob die Fed heute auf die gesunkenen Ölpreise reagieren wird, sondern wie Warsh die weitere geldpolitische Ausrichtung einordnet. Die Märkte erhoffen sich Klarheit darüber, ob die Fed den aktuellen Inflationsdruck als vorübergehend und beherrschbar betrachtet oder ob die Entscheidungsträger im weiteren Jahresverlauf nach wie vor eine Straffung der Geldpolitik für erforderlich halten. Die Entscheidung an sich dürfte kaum für Überraschungen sorgen, doch die Kommunikation dazu könnte von entscheidender Bedeutung sein. Nachdem geopolitische Entwicklungen wochenlang im Vordergrund standen, richtet sich der Blick nun wieder auf die Geldpolitik, und Warshs erste Pressekonferenz könnte das wichtigste Marktereignis der Woche darstellen.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Capital.com) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Capital.com)
****
Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
>>> Spezialisierte Experten für Fonds und ETFs entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die auf wachstumsstarken Weltmärkten basieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig vor Krisen und Inflation zu schützen.
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.