Perception A | Studie: Verschärfung der negativen Auswirkungen des zunehmenden KI-Einsatzes wird erwartet
Phil Anderson, Gründer und Geschäftsführer Perceptiona
- Untersuchungen unter institutionellen Anlegern und Vermögensverwaltern zeigen, dass sie eine Verschärfung der negativen Auswirkungen des zunehmenden KI-Einsatzes erwarten.
- Studie des Fondsmanagers Robocap zeigt: KI wird in den kommenden drei Jahren ESG-Themen belasten und Arbeitsplätze kosten
- Pensionsfonds, Versicherungs-Asset-Manager, Family Offices und Vermögensverwalter mit einem gemeinsam verwalteten Vermögen von 513 Milliarden US-Dollar wurden befragt.
Investmentfonds.de - Eine neue globale Studie des führenden Fondsmanagers Robocap unter institutionellen Anlegern und Vermögensverwaltern, die zusammen ein Vermögen von 513 Milliarden US-Dollar verwalten, zeigt: Fast alle Befragten (97 %) sind der Ansicht, dass sich die negativen Auswirkungen von KI auf zentrale ESG-Themen – etwa den Energieverbrauch und die Schwächung demokratischer Rechte – in den kommenden drei Jahren verschärfen werden.
Mehr als zwei Fünftel (44 %) der Befragten erwarten, dass diese negativen Auswirkungen deutlich zunehmen werden, während 53 % von einer leichten Verschärfung ausgehen. Gleichzeitig sind 71 % der Anleger der Ansicht, dass ausreichend Transparenz hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen bestimmter KI-Technologien und -Programme auf ESG-Themen besteht. 29 % hingegen bewerten die vorhandene Transparenz als unzureichend.
Die Studie, für die Führungskräfte auf globaler Ebene aus den Bereichen Versicherungs-Asset-Management, Pensionsfonds, Family Offices und Vermögensverwaltung befragt wurden, zeigt zudem eine weit verbreitete Sorge über die zunehmende Gefährdung der Arbeitsplatzsicherheit durch KI im Finanzsektor.
Mehr als zwei Fünftel (43 %) der Anleger erwarten, dass KI alle Tätigkeiten im Finanzsektor in gewissem Umfang beeinflussen wird. 38 % gehen davon aus, dass KI jede Tätigkeit grundlegend verändern und dabei einige Aufgaben neu gestalten bzw. neue Tätigkeitsprofile schaffen wird. Weitere 5 % erwarten, dass letztlich alle Tätigkeiten im Finanzsektor durch KI ersetzt werden.
Auf die Frage nach den größten Bedrohungen durch die rasant voranschreitende Technologie nennen 87 % der Studienteilnehmer als größte Gefahr autonome KI-Systeme, die Entscheidungen ohne menschliches Eingreifen treffen. 71 % verweisen zudem auf technologische Schwachstellen sowie das Risiko, dass KI-Systeme gehackt oder manipuliert werden.
70 % zeigen sich besorgt über die Möglichkeit, dass KI für Überwachungs- oder Kontrollzwecke eingesetzt werden könnte. Fast zwei Drittel (64 %) nennen die ethischen Implikationen und den potenziellen Missbrauch von KI als Problem, während 62 % auf Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit hinweisen.
Trotz der Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Auswirkungen von KI sehen die Befragten jedoch auch zahlreiche positive Effekte der Technologie.
Bei der Bewertung der Vorteile von KI nennen 59 % der Anleger eine Steigerung der Produktionsleistung als wichtigsten Nutzen. Darauf folgen eine höhere Flexibilität in der Produktion sowie eine Verbesserung von Produktqualität und -konsistenz.
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