Oddo BHF AM | Über Chancen, die Chinas Technologieführerschaft Investoren bietet
Yanxiu Gu, Portfoliomanagerin des ODDO BHF Equity Stars
Investmentfonds.de - „Nach dreijähriger Baissephase wächst unter internationalen Anlegern wieder das Interesse an China“, schreibt Yanxiu Gu, Portfoliomanagerin des ODDO BHF Equity Stars, in einem aktuellen Marktkommentar. Die Wende kam Ende September 2024, als Peking ein umfassendes Konjunkturpaket schnürte. Dies umfasste geld- und fiskalpolitische sowie regulatorische Maßnahmen und setzte erstmals einen deutlichen Akzent auf den Aktienmarkt. 2025 legte der chinesische Aktienmarkt in lokaler Währung um insgesamt rund 28 % zu, in Euro um 13 % (Quelle: MSCI China All Shares Index).
Vermehrte Kapitalströme nach China zu beobachten
„Haupttreiber dieser Rally waren eine verbesserte Liquidität und eine positivere Sicht auf chinesische Vermögenswerte“, beschreibt Gu. Laut einer Analyse von Goldman Sachs haben globale Hedgefonds, Schwellenländerfonds und international außerhalb der USA investierende Fonds allesamt ihr Engagement in China aufgestockt. Gleichzeitig bauten inländische Versicherer und Haushalte ihre Aktienengagements wieder aus. Wir sehen weiterhin signifikantes Potenzial für Kapitalzuflüsse. Zum einen bestehen für Haushalte wenig Anreize, für den Immobilienkauf zu sparen. Zudem sind die Geldmarktrenditen gegenüber ihren Höchstständen gesunken. „Die chinesische Regierung – so unsere Überzeugung – ist entschlossen, die Finanzmärkte zu stärken. Ziel ist es, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen, mit der Immobilienkrise verbundene Verluste auszugleichen und nachhaltigen Wohlstand für die Haushalte zu schaffen“, erläutert die Portfoliomanagerin. Und dieser Prozess steht aus ihrer Sicht erst am Anfang und birgt für Anleger sowohl Chancen als auch Risiken.Bedeutende technologische Fortschritte
Das Jahr 2025 war für China besonders ereignisreich – geprägt von einem Innovationsschub; ein Beispiel dafür ist das KI-Modell DeepSeek. „China treibt Innovationen voran – mit hohem Tempo und zu einem Bruchteil der Kosten der US-Technologieriesen“, analysiert Gu. Das Land wandelt sich zu einer bedeutenden Technologiemacht. Vor zwanzig Jahren war China in globalen Innovationsrankings kaum zu finden. Heute ist das Land in 57 von 64 Schlüsseltechnologien führend (Quelle: Australian Strategic Policy Institute). Das zeige sich etwa bei Drohnen. Weltweit stammen 70 % aus der Fertigung von DJI in Shenzhen (Quelle: New York Times).Wachsender Marktanteil im Pharmabereich
Chinas Technologieführerschaft ist in verschiedenen Bereichen sichtbar. Inzwischen ist China für Pharmaunternehmen durch Kostendruck und auslaufende Patente zu einem zentralen Beschaffungsmarkt geworden. „Laut einer Analyse des internationalen Brokers Jefferies wurde in der ersten Hälfte 2025 etwa ein Drittel der weltweiten Arzneiinnovationen von Biotech- oder Biopharmaunternehmen in China lizenziert“, fügt die Portfoliomanagerin hinzu. Vor drei Jahren lag der Anteil noch im einstelligen Bereich.China wird unabhängiger von westlichen Märkten
Zwar hat sich der Konsum langsamer erholt – die Inflation liegt weiter nahezu bei null, und der deflationäre Druck hält an. Doch bei genauerer Betrachtung fallen bemerkenswerte Konsumtrends ins Auge: Wo früher internationale Konzerne gefragt waren, werden chinesische Marken populär. In Metropolen wie auch in kleineren Städten sei jetzt bei jungen Chinesinnen und Chinesen statt Starbucks-Kaffee Bubble Tea von Mixue oder Chagee angesagt. „Ausländische Touristen entdecken beliebte Reiseziele in China, seit die chinesische Regierung die Visapflicht für 55 Länder aufgehoben bzw. vereinfacht hat“, schreibt Gu.Förderung nachhaltiger Geschäftsmodelle
Zudem sahen Anleger 2025 ermutigende Signale aus Peking. Ein besonders symbolkräftiger Moment war der Handschlag zwischen Alibaba-Gründer Jack Ma und Präsident Xi Jinping. Im Juli wurde die „Anti-Involution-Politik“ auf den Weg gebracht. Sie soll exzessivem Wettbewerb entgegenwirken und verhindern, dass Unternehmen Wachstum auf Kosten von Profitabilität anstreben. „Auf einen solchen politischen Vorstoß hatten Anleger lange gehofft: eine Ausrichtung auf nachhaltigere Unternehmensrenditen und solidere Fundamentaldaten“, fügt die Expertin von ODDO BHF AM hinzu. Hiermit sind jedoch die erheblichen Risiken, die am chinesischen Aktienmarkt weiter bestehen, nicht gänzlich ausgeräumt.Monopol für Seltene Erden
Natürlich lässt sich China 2025 nicht losgelöst von der Geopolitik betrachten. Den Märkten setzten die Zölle der USA oder Exportkontrollen für Seltene Erden seitens Chinas zu. Der chinesische Markt fand jedoch rasch aus diesem Tief heraus. Die jüngsten Gespräche zwischen Trump und Xi in Südkorea endeten konstruktiv. Beiden Ländern sei bewusst, dass China eine wichtige strategische Karte, einen starken Hebel, in der Hand hält: Seltene Erden. „China kontrolliert hier 90 % der Raffineriekapazitäten, und es könnte zehn Jahre dauern, bis die USA nicht länger auf China angewiesen sein werden“, präzisiert Gu.Attraktive Abschläge zu beobachten
Über viele Jahre waren chinesische Unternehmen unterbewertet — unter anderem, weil den globalen Anlegern das Vertrauen in die Fähigkeit des Landes fehlte, Innovationen voranzutreiben oder hohe Gewinne zu erzielen. Doch diese Wahrnehmung ist mittlerweile revidiert. „Zwar liegen die Margen chinesischer Unternehmen nach wie vor leicht - weniger als 10 % - unter denen amerikanischer Firmen, doch werden sie weiterhin mit einem Abschlag von rund 40 % gehandelt“, präzisiert die Portfoliomanagerin von ODDO BHF AM. Auf Basis der freien Cashflow-Rendite böten chinesische Aktien inzwischen attraktive Renditen (Quelle: Schätzungen von Bloomberg). Diese Diskrepanz zwischen innerem Wert und Marktpreis eröffnet langfristig ausgerichteten Anlegern, der Expertin zufolge, interessante Anlagechancen.- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Oddo BHF AM). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Oddo BHF AM)
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Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.