BENDURA Bank | Alle Augen richten sich auf die Schuldenstände
Joel Frick, Investment Lead, BENDURA BANK AG
- Steigende Renditen belasten Anleihemärkte – Wirtschaft bleibt robust
Investmentfonds.de - Im September stiegen die globalen Anleiherenditen deutlich. In den USA erreichten die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen mit rund 5,3 % den höchsten Stand seit 2007. Treiber waren eine robuste Konjunktur, anhaltende Inflationsrisiken, höhere Ölpreise und die Erwartung einer weiterhin restriktiven Geldpolitik. Trotz des Zinsanstiegs zeigten sich US-Aktien relativ widerstandsfähig, während europäische Märkte zunehmend unter Energiepreis- und Fiskalsorgen litten.
USA:
Konsum und Industrieaktivität blieben robust, während sich der Arbeitsmarkt abkühlte und das Verbrauchervertrauen deutlich sank. Die Inflation lag mit 3,4 % weiterhin über dem Ziel der Fed. Anleger richten ihren Blick daher auf die kommenden Inflationsdaten und mögliche weitere Zinsschritte.Europa:
Höhere Energiepreise ließen die Inflation auf 3,8 % steigen. Die EZB erhöhte den Einlagensatz auf 2,5 % und stellte weitere Schritte bei anhaltendem Preisdruck in Aussicht. Während die Konjunktur insgesamt stabil blieb, signalisierten schwächere deutsche Industrieaufträge zunehmende Risiken.Asien:
Japan setzte seine geldpolitische Normalisierung fort und erhöhte den Leitzins auf 1,25 %, während China mit schwacher Binnennachfrage kämpfte und gezielte Konjunkturmaßnahmen einleitete. Starke Exporte und eine Belebung der Industrieaktivität wirkten dort unterstützend.Aktien und Anleihen:
Steigende Renditen belasteten die Märkte, insbesondere in Europa. In den USA stützten hingegen robuste Unternehmensgewinne und KI-Investitionen den Technologiesektor. Gleichzeitig rückten die hohen Staatsdefizite und steigenden Finanzierungskosten stärker in den Fokus der Anleiheinvestoren. Besonders Frankreich geriet wegen seiner Haushaltslage und politischer Unsicherheit unter Druck.Rohstoffe und Währungen:
Zucker verteuerte sich aufgrund wetterbedingter Angebotsengpässe seit Jahresbeginn um rund 38 %. Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar auf ein 17-Monats-Tief nahe 1,12. Auch gegenüber dem Schweizer Franken profitierte der Dollar von den höheren US-Zinsen, während der Franken in Phasen erhöhter Unsicherheit als sicherer Hafen gefragt blieb.Ausblick:
Inflation, Energiepreise, Staatsfinanzen und die Geldpolitik bleiben die entscheidenden Markttreiber. Trotz einer insgesamt widerstandsfähigen Konjunktur könnten hohe Bewertungen und steigende Finanzierungskosten die Märkte anfälliger für negative Überraschungen machen.- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (BENDURA Bank) erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (BENDURA Bank)
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