Capital | Was ist mit dem Gold- und Silbermarkt passiert?
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com mit der Unterstützung von Ludwik Chodzko-Zajko, Handelsleiter in Australien
Investmentfonds.de - Die Antwort ist nicht eindeutig – wie oft auf den Finanzmärkten. Letzte Woche kam es zu einem generationsübergreifenden Rückgang bei Gold und Silber. Eine präzise Ursache lässt sich nicht eindeutig festlegen, doch die wahrscheinlichsten Treiber lassen sich rekonstruieren.
Ausgangslage
Im Jahr 2025 stiegen Gold (+65 %) und Silber (+150 %) stark, gestützt durch geopolitische Risiken, die unberechenbare US-Handelspolitik, lockere Geldpolitik, Zentralbankkäufe und ein physisches Angebotsdefizit bei Silber. Die Nachfrage stieg besonders durch Industrieanwendungen wie Elektroautos, Solarzellen und Halbleiter.Chart: Gold, Silber vom 05.02.2026
Quelle: Trading View
Dynamik und Übertreibung
Mitte Januar beschleunigte sich der Preisanstieg:Politische Spannungen in den USA (Trump vs. Fed, Grönland-Affäre, mögliche Zölle)
Angebotsschock bei Silber durch neue chinesische Lizenzvorgaben
Folge: Gold stieg um bis zu 30 %, Silber um fast 70 %. Technische Faktoren wie Options-Open-Interest, Market-Maker-Hedging, Trendfolgestrategien und FOMO trieben die Preise weiter nach oben – ein Effekt vergleichbar mit einem „Gamma Squeeze“ bei Meme-Aktien 2021.
Gold stieg im Januar um bis zu 30 % und Silber um fast 70 %.
Quelle: Trading View
Höhepunkt und Einbruch
Die extreme Marktspannung führte zu einem Short Squeeze-artigen Melt-up: Gold erreichte 5.600 USD, Silber 120 USD. Die Märkte waren anfällig, die Liquidität gering. Am Freitag im asiatischen Handel löste die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender eine plötzliche Bewegung aus. In Verbindung mit einem starken US-Dollar kippten die Marktmechanismen: Händler verkauften Futures, Trendfolgestrategien schalteten auf Verkauf, Stopps und gehebelte Positionen lösten Kaskaden aus.US-Dollar Index nach Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender
Quelle: Trading View
Ergebnis:
Gold fiel um 9 % (zwischenzeitlich bis 14 %)Silber erlebte den größten Rückgang seiner Geschichte: -26 % (zwischenzeitlich bis 37 %)
Gold fiel um 9 %, Silber erlebte den größten Rückgang seiner Geschichte: -26 %
Quelle: Trading View
Nachwirkungen
Die Volatilität bleibt hoch: Gold bewegte sich von Hoch zu Tief um 21 %, Silber um 41 %. Beide Märkte haben sich inzwischen wieder erholt, aber die Preisschwankungen dauern an. Fundamentaldaten haben sich nicht wesentlich verändert – die Bewegung war hauptsächlich ein Produkt von Marktmechanismen, Positionierung und Sentiment, nicht von wirtschaftlichen Veränderungen.Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen. Diese Erzählung ist eine plausible Rekonstruktion, wie ein generationsübergreifender Edelmetall-Ausverkauf ablief, auch wenn einzelne Details variieren könnten.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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