Vanguard | 2,3 Billionen USD: Dividenden setzen 2025 erneut Rekordniveau
Viktor Nossek, Leiter Investment- und Produktanalyse bei Vanguard Europe
- Fünftes Rekordjahr in Folge: Weltweite Dividendenausschüttung steigt auf 2,3 Billionen USD – höchster Wert jemals und ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Trend dürfte sich 2026 fortsetzen: KI-Skepsis liefert Rückenwind für dividendenstarke Value‑Titel
- Finanzsektor und Industrie als Treiber: Finanzsektor schüttet 75 Milliarden aus, Industrie 29 Milliarden
- Renditeanteil von bis zu einem Drittel: Anleger mit Fokus auf hohe Ausschüttungsquoten konnten über die vergangenen fünf Jahre von einem Renditeanteil von über einem Drittel aus Dividende profitieren
Fünfter Dividendenrekord in Folge
Bemerkenswert ist dieser erneute Rekord – der fünfte in Folge – in diesem Jahr insbesondere aufgrund der anhaltenden Volatilität der Märkte durch zahlreiche geopolitische Unsicherheiten und dem steigenden Einfluss der künstlichen Intelligenz. Er zeigt nicht nur die anhaltende Überzeugung der Firmen, ihre Aktionäre durch Dividendenauszahlungen an den Gewinnen teilhaben zu lassen, sondern betont auch die stabilisierende Rolle von Dividenden im Portfolio für Privatanleger wie auch institutionelle Investoren. Insbesondere Anleger, die Ihre Strategie auf Anlagen mit einer hohen Ausschüttungsquote ausgelegt haben, können in den vergangenen 5 Jahren auf einen Renditeanteil von über einem Drittel allein aus Dividendenausschüttungen zurückblicken.Anhaltende Stärke in Industrienationen
Die entwickelten Märkte haben im vergangenen Jahr signifikant zum Wachstum der Ausschüttungen beigetragen, mit einer Zunahme von 94 Milliarden USD. Das macht einen Anteil von 83 Prozent des gesamten Wachstums in Höhe von 113 Milliarden USD aus. Europa ex UK (+10 Prozent zum Vorjahr) sowie Japan (+11 Prozent zum Vorjahr) weisen ein zweistelliges Wachstum auf, doch auch Nordamerika (+5 Prozent zum Vorjahr) und der Pazifikraum (+4 Prozent zum Vorjahr) haben signifikant zum erneuten Rekord beigetragen.Auf Sektorenebene haben vor allem der Finanzsektor mit Ausschüttungen in Höhe von 75 Milliarden USD (+14 Prozent zum Vorjahr) und der Industriesektor mit 29 Milliarden (+13 Prozent zum Vorjahr) ihren Anteil an dem erneuten Rekord. Auch die Technologiebranche sah einen Anstieg von 15 Prozent und gewinnt so zunehmend an Bedeutung für Dividendenstrategien.
Sonderposition Chinas wirkt doppelt, Entwicklungsländer bremsen
China hat 2025 eine in zweierlei Hinsicht besondere Rolle eingenommen. Während es einerseits durch bereits erwähnte Änderungen der Ausschüttungskadenz und damit zu einer signifikanten Ausschüttungsvolatilität zugunsten des ersten Quartals beigetragen hat, hebt sich China auch durch ein nennenswertes Wachstum der Ausschüttungen hervor.Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wie einem anhaltenden Einbruch des Immobilienmarktes, schwachen Konsumzahlen und deflationären Tendenzen trug China mit Dividendenausschüttungen in Höhe von 317 Milliarden USD (+7 Prozent zum Vorjahr) signifikant zum globalen Wachstum bei.
Damit hebt sich China von anderen Entwicklungsländern ab. Im Vergleich zum Vorjahr weisen diese einen Rückgang der Ausschüttungen von -1 Prozent auf. Unternehmen aus dem Energiesektor, die ursprünglich zu den größten Dividendenzahlern der Welt zählten, haben ihre Ausschüttungen drastisch gekürzt. Insgesamt sind die Ausschüttungen im Energiesektor 2025 zum Vorjahr um 59 Milliarden USD (-18 Prozent) gesunken, wovon allein 53 Milliarden auf Unternehmen aus Entwicklungsländern entfallen.
Gute Aussichten für 2026
Dividendenausschüttungen könnten 2026 weiteren Rückenwind bekommen. Steigende Preise für Edel- und Industriemetalle stärken die Cashflows in den Industrie- und Grundstoffsektoren – zwei Bereiche mit traditionell hoher Rendite. Gleichzeitig erhöht die wachsende Skepsis gegenüber überbewerteten KI- und MAG7-Aktien die Attraktivität von dividendenstarken Value-Titeln.In einem Umfeld, in dem Anleger verstärkt auf stabile Ausschüttungen und geringere Bewertungsrisiken setzen, könnten Unternehmen mit soliden Bilanzen und nachhaltigen Ausschüttungsquoten ihre Dividendenpolitik weiter ausbauen. Diversifizierte High-Dividend-Strategien dürften daher 2026 eine wichtige Rolle spielen – sowohl zur Stabilisierung des Gesamtportfolios als auch als zuverlässige Quelle für laufende Erträge.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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