DNB AM | Fossiler Boom auf Zeit: Warum die Energiekrise Erneuerbaren in die Karten spielt
Dr. Malte Kirchner, Head of German-speaking Europe bei DNB Asset Management
Investmentfonds.de - Geopolitische Konflikte haben die Energiemärkte zurück ins Zentrum der Aufmerksamkeit katapultiert. Steigende Öl- und Gaspreise infolge eskalierender Spannungen im Nahen Osten sorgen kurzfristig für ein Comeback fossiler Energien an den Börsen. Doch hinter der aktuellen Rally steckt ein fragiles Fundament – und für Anleger zeichnet sich bereits ab, dass die langfristigen Gewinner woanders zu finden sind.
Geopolitische Energiekrise
Paradoxerweise wirken geopolitische Energiekrisen heute nicht mehr bremsend, sondern beschleunigend auf die Elektrifizierung – weil sie die Verwundbarkeit fossiler Systeme offenlegen. Der unmittelbare Effekt ist klar: Höhere Energiepreise treiben die Margen klassischer Öl- und Gasproduzenten nach oben. In einem Umfeld eingeschränkter Versorgung und stabil gehaltener Fördermengen profitieren fossile Energiekonzerne kurzfristig von steigenden Spotpreisen. Entsprechend reagieren auch die Aktienkurse. Doch diese Dynamik ist trügerisch. Historisch betrachtet waren solche Preisschübe selten von Dauer. Dauerhaft hohe Ölpreise wirken dämpfend auf die Nachfrage und erhöhen gleichzeitig die Volatilität – ein Umfeld, das langfristige Investitionsentscheidungen erschwert. Hinzu kommt die strukturelle Verwundbarkeit: Fossile Energie bleibt eng an geopolitische Risiken gebunden und damit systemisch anfällig für Krisen.Struktureller Wandel
Dem gegenüber steht ein struktureller Wandel, der sich zunehmend beschleunigt – und sich auch an den Kapitalmärkten widerspiegelt. Erneuerbare Energien haben mittlerweile eine neue Größenordnung erreicht. Seit 2025 erzeugen sie weltweit mehr Strom als Kohle, ihr Anteil steigt weiter und dürfte 2026 bereits rund 36 % erreichen.Wertschöpfung der Energiewende
Für Anleger entscheidend ist dabei, wie sich diese Entwicklung in konkrete Investmentopportunitäten übersetzt. Die Wertschöpfung der Energiewende ist breit gefächert – von Energieerzeugung über Effizienzlösungen bis hin zur industriellen Transformation. Genau hier setzen spezialisierte Unternehmen an, die unterschiedliche Teile dieser Entwicklung abdecken.So steht etwa Ørsted stellvertretend für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, insbesondere im Bereich Offshore-Wind. Darling Ingredients adressiert die steigende Nachfrage nach Ressourceneffizienz und nachhaltigen Inputfaktoren, während Novonesis (Novozymes) mit biotechnologischen Lösungen industrielle Prozesse effizienter und nachhaltiger gestaltet. Zusammen spiegeln diese Unternehmen zentrale Bausteine der Energiewende wider – von der Stromproduktion über Kreislaufwirtschaft bis hin zur Effizienzsteigerung.
Der Investmentcase unterscheidet sich damit grundlegend von fossilen Energien. Während Öl- und Gasunternehmen stark von kurzfristigen Preisschwankungen abhängen, basiert das Wachstum erneuerbarer Energien zunehmend auf struktureller Nachfrage. Ein zentraler Treiber ist die stark steigende Stromnachfrage – insbesondere durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Allein Rechenzentren dürften ihren Energiebedarf massiv ausweiten und damit zusätzlichen Druck auf die Strominfrastruktur ausüben.
Hinzu kommt die massive Kapitalallokation. Weltweit flossen zuletzt rund 2,2 Bio. US-Dollar in erneuerbare Energien, ein erheblicher Teil davon in Solar, Netze und Batteriespeicher. Diese Investitionen sind weniger zyklisch als im fossilen Sektor – und folgen langfristigen politischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen.
Energiesicherheit
Auch der Aspekt der Energiesicherheit gewinnt an Bedeutung. Jede zusätzlich erzeugte Kilowattstunde aus Wind- oder Solarenergie reduziert die Abhängigkeit von geopolitisch sensiblen Regionen. In einem Umfeld wachsender Unsicherheit wird dieser Faktor zunehmend investitionsrelevant.Für Anleger ergibt sich daraus ein klares Spannungsfeld: Fossile Energien können kurzfristig von Krisen profitieren und taktische Chancen bieten. Doch strukturell sprechen die Trends für erneuerbare Energien – getragen von steigender Nachfrage, massiven Investitionen und technologischer Skalierung. Gerade Unternehmen, die entlang der Wertschöpfungskette der Energiewende positioniert sind – von Erzeugung über Effizienz bis Netzinfrastruktur – profitieren von diesen strukturellen Trends. Genau hier liegt der Fokus spezialisierter Investmentstrategien.
Fazit
Die entscheidende Herausforderung liegt in der Selektion. Denn auch im Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien profitieren nicht alle Unternehmen gleichermaßen. Erfolgreiche Investments konzentrieren sich auf Anbieter, die entlang der Wertschöpfungskette gut positioniert sind – von Energieerzeugung über Effizienz bis hin zu neuen industriellen Lösungen.- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (DNB Asset Management). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (DNB Asset Management)
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Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
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