SOLIT Gruppe: Gold und Silber als sicherer Hafen weiterhin gefragt
Markus Blaschzok, Chefanalyst der SOLIT Gruppe
Investmentfonds.de - Der Goldpreis konnte sich in dieser Woche auf 5.100 US-Dollar erholen und präsentiert sich damit weiterhin robust. Die Terminmarktdaten zeigten zuletzt ein neutrales Bild, weisen jedoch im Vergleich zum Vormonat relative Stärke auf.
Die letzte Woche brachte eine überraschende Wende bei den Arbeitsmarkterhebungen vor der Veröffentlichung der NFP-Zahlen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erreichte den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Die Entlassungen bei Challenger erinnerten erneut an die Jahre 2008–2009, und selbst die zuvor wieder anziehenden privaten Beschäftigungszahlen von ADP überraschten mit einem Rückgang, was dem Goldpreis Rückenwind verlieh.
China gab bekannt, dass der Januar der 15. Monat in Folge war, in dem das Land Gold gekauft hat, was seine vorsichtige Haltung gegenüber dem US-Dollar widerspiegelt. Übrigens haben die chinesischen Regulierungsbehörden kürzlich gefordert, dass Banken ihre Abhängigkeit von US-Staatsanleihen reduzieren, was eine neue Wende im finanziellen „Kalten Krieg“ markiert.
Der Silberpreis überwand heute seinen Widerstand bei 84 US-Dollar und stieg in der Folge auf 85,70 US-Dollar. Nach dem historischen Einbruch, der auf eine außergewöhnlich starke Rallye folgte, haben sich die Preise wieder erholt, während das Sentiment weiterhin klar bullisch bleibt. Entscheidend ist nun, wie weit diese Erholung tragen wird und auf welchem Niveau sich möglicherweise ein tieferes Hoch ausbildet.
Bis Anfang Juni 2025 war der Silberpreis über ein Jahr hinweg in einer engen Handelsspanne von nur fünf US-Dollar gefangen, während wir nun eine nahezu beispiellose Volatilität auf Stunden- und Tagesbasis erleben. Die FOMO (Fear of Missing Out) und das spekulative Interesse am Silbermarkt hatten zuletzt Ausmaße erreicht, die wir seit Ende der siebziger Jahre nicht mehr gesehen haben. In der Stagflation der siebziger Jahre lag die US-Inflationsrate jedoch im zweistelligen Bereich, weshalb Gold und Silber bei Zinsen um die 20 % der letzte sichere Hafen waren. Diesmal sind die offiziellen Inflationsraten niedrig, und die Aktienmärkte handeln auf Allzeithochs – zwei grundverschiedene Umfelder.
Ende der siebziger Jahre trieben unter anderem die Gebrüder Hunt den Silberpreis zusätzlich nach oben, während sich die Masse der Investoren vor der grassierenden Inflation schützen wollte. Bei der aktuellen Rallye sehen wir erstmals weltweit über das Internet gleichgeschaltete Investoren, die in den relativ kleinen Silbermarkt strömen und den Preis in einer Manie auf ungeahnte Höhen treiben. In der vorletzten Handelswoche erlebten wir möglicherweise ein klassisches Blow-Off-Top nach einer Volumenexplosion bei exponentiellem Preisanstieg.
Ich hatte bereits im letzten Marktkommentar vor zwei Wochen das Ende des Anstiegs bei Silber in Aussicht gestellt und angesichts eines Gold-Silber-Ratios von 44 zu Umschichtungen in Gold geraten.
Betrachtet man die Zu- und Abflüsse in Silber-ETF-Produkte, zeigt sich, dass Investoren im Januar Gewinne mitnahmen. Nach massiven Zuflüssen im Jahr 2025 (rund 204 Mio. Unzen netto) flossen im Januar etwa 30 Mio. Unzen netto ab. Die Divergenz zwischen dem starken Preisanstieg von ca. 71 US-Dollar auf 121,78 US-Dollar im Januar und den gleichzeitig hohen Abflüssen aus ETF-Produkten wies frühzeitig auf eine Korrektur hin. Damit war der Tisch für einen starken Preiseinbruch bereitet, der am letzten Freitag zu einer kaskadenartigen Liquidation von Long-Positionen führte, mit einem Crashtief bei 73,86 US-Dollar.
Nach der zuletzt exponentiellen Fahnenstange lag ich bereits die ganze Woche auf der Lauer, um den Crash optimal nutzen zu können. Deshalb erhielten meine Premium-Abonnenten am Vorabend des Einbruchs ein Video mit einem konkreten Verkaufssignal und exakten Korrekturzielen, wobei diese für Gold, Platin und Palladium perfekt erreicht und das für Silber sogar noch übertroffen wurden.
Auf exponentielle Preisanstiege und Euphorie an den Märkten folgt meistens eine starke Korrektur und ein Realitätscheck.
Gold-Silber-Ratio bot Chance des Jahrzehnts
Das Gold-Silber-Ratio war zuletzt unter die Marke von 50 gefallen und signalisierte damit, dass die Rallye überhitzt und der Silberpreis relativ zu Gold zu teuer war. Im Tief erreichte das Ratio 44, was seit 1984 nur zweimal zu beobachten war, 1998 und 2011. Das war ein klares Indiz dafür, dass die Silber-Rallye zu schnell, zu weit gelaufen war und dass es an der Zeit war, Gewinne zu realisieren. In diesem Umfeld habe ich geraten, Silber im Bereich zwischen 110 US-Dollar und 120 US-Dollar je Feinunze zu verkaufen und/oder in Gold zu tauschen, um diesen seltenen strategischen Trade konsequent nutzen zu können.
Aus Markterfahrung ist ein so tiefes Ratio eine echte Ausnahmesituation und eine seltene Chance, eine Investition in Edelmetalle im Wert zu verdoppeln. Ich handle seit 25 Jahren am Gold- und Silbermarkt, und es ist erst das zweite Mal, dass ich ein derart extremes Verhältnis miterlebe. Genau deshalb war das eine Gelegenheit des Jahrzehnts, physisches Silber in Stärke zu verkaufen und in Gold zu rotieren. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Gold-Silber-Ratio in den kommenden Jahren wieder in Richtung 100 oder darüber ansteigen wird. Historisch geschah eine solche Rückkehr im Durchschnitt binnen 2 bis 3 Jahren. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnte eine frühzeitige Umschichtung den relativen Wert der Edelmetallbestände deutlich steigern, wobei sogar eine Verdopplung möglich ist.
Nach dem jüngsten Rücksetzer im Silberpreis ist das Ratio inzwischen wieder auf 63 gestiegen. Damit bleibt Silber relativ betrachtet immer noch teuer im Vergleich zu den letzten 10 Jahren.
Das Gold-Silber-Ratio war kürzlich auf 44 im Tief gefallen, was eine Trading-Chance bot, die es nur alle 1-2 Jahrzehnte gibt
Starke ETF-Zuflüsse nach dem Crash am Silbermarkt
Den ganzen Januar über baute sich Druck auf den Silbermarkt auf, nachdem aus dem iShares Silver Trust netto 33 Mio. Unzen abflossen, während der Preis spekulativ getrieben gleichzeitig weiter stark anstieg. Diese Divergenz auf einem historisch hohen Preisniveau bei gleichzeitiger FOMO-Stimmung am Markt war ein starkes Warnsignal, weshalb wir auf der Lauer lagen, um einen Einbruch oder Crash auf der Shortseite spielen zu können. Wie im letzten Webinar aufgezeigt, ist uns dies gut gelungen.
Am 2. Februar drehte die Dynamik, nachdem der Silberpreis im Tief auf 71 US-Dollar gefallen war und allein an einem Handelstag 36,3 Mio. Unzen zurück in den SLV gekauft wurden. Das entspricht einem Tages-Inflow von über 3 Milliarden US-Dollar in den SLV-ETF. Der stärkste Zufluss seit 2021, der den Preis stützte und binnen weniger Tage wieder deutlich nach oben in den Bereich um die 84 US-Dollar je Feinunze trieb.
Bis zum Freitag, den 6. Februar, gab es jedoch wieder Abflüsse von rund 11,24 Mio. Unzen, während der Silberpreis zwischen 70 und 80 US-Dollar pendelte. Der iShares Silver Trust steht aktuell bei 575 Millionen Anteilen und etwa 16.226 Tonnen physischem Silber zum Stichtag des 6. Februar. Seit Anfang 2025 flossen insgesamt rund 62 Mio. Unzen in den SLV-Silber-ETF.
Nach dem Preiseinbruch zeigte sich die Investmentnachfrage nach Silber stark
2021 hielt der SLV schon eine größere Menge Silber um die 700 Mio. Unzen
Goldpreis bewertet zur Geldmengenausweitung
Betrachtet man den Goldpreis im Verhältnis zur US-Notenbankbilanz bzw. zur US-Geldmenge, zeigt sich, dass der Goldpreis liquiditätsbereinigt aktuell teurer ist als am Hoch 2011, aber weiterhin günstiger als vor den ersten QE-Programmen von 2008 rund um Lehman, Immobiliencrash und Finanzkrise. In den vergangenen Jahren nahm die Liquidität tendenziell ab, und die Fed-Bilanz wurde geschrumpft, womit Gold relativ „teurer“ wurde. Gleichzeitig gibt es inzwischen erste Gedankenspiele in Richtung neuer QE-Programme. Sollte es dazu kommen, würde zusätzliche Liquidität dem Goldpreis längerfristig wieder Rückenwind geben.
Die Quintessenz ist deshalb zweigeteilt: Liquiditätsbereinigt ist Gold nicht mehr günstig, die Luft nach oben ist dünner geworden, und die Rallye der letzten zwei Jahre dürfte sich kurz- bis mittelfristig nicht einfach in gleicher Dynamik fortsetzen. Trotzdem sind historische Niveaus noch nicht erreicht. Schrumpft die Liquidität weiter, steigt das Verhältnis tendenziell weiter an, was die Anfälligkeit für Rücksetzer oder längere Seitwärtsphasen erhöht. Wird die Liquidität dagegen wieder ausgeweitet, entspannt sich das Verhältnis, und Gold bekommt erneut Potenzial für einen nachhaltigen, langfristigen Anstieg.
Ein zusätzlicher Schlüssel bleibt der US-Dollar: Gelingt dem US-Dollar-Index eine Rückeroberung wichtiger Unterstützungen und folgt daraus eine Rallye, kann das die Fortsetzung der Goldhausse bremsen. Bleibt der Dollar dagegen schwach, wirkt das typischerweise unterstützend für den Goldpreis. Insgesamt spricht der Indikator dafür, dass Gold aktuell weniger ein „Value-Long“ ist, sondern eher ein fortgeschrittener Trend-Trade, was nicht automatisch bärisch ist, jedoch mit höherem Anspruch an Timing und Risikomanagement.
Das Gold-Silber-Ratio fiel mittlerweile auf 50
Betrachtet man Silber im Verhältnis zur US-Notenbankbilanz, liegt das aktuelle Niveau im Ratio um 150 und unter den Extrempunkten von 2011 und 2008. In dieser liquiditätsbereinigten Sicht ist Silber damit nicht mehr günstig, aber es wäre im historischen Vergleich noch Luft nach oben vorhanden, bevor die früheren Übertreibungsniveaus erreicht würden.
Liquiditätsbereinigt stieg Silber auf ein ähnliches Niveau wie 2011 an, wobei Silber 2008 schon einmal teurer war
Preisunterschiede Shanghai/Mumbai vs. London/NY
Am Freitag und über das Wochenende lagen die Silberpreise in Shanghai bei etwa 120 US-Dollar, während COMEX-Silber in New York bei 85 US-Dollar die Handelswoche schloss. Während die Comex den Markt ohne Handelsunterbrechung einbrechen ließ, griffen in Shanghai (SHFE) und Mumbai (MCX) Regeln ein, die den Handel stoppen oder stark einschränken (tägliche Preislimits), wenn Preise zu stark schwanken. Die COMEX hat hingegen dynamische Circuit Breaker (10 % in 1 Stunde rolling), die aber am 30. Januar trotz eines Intraday-Drops von bis zu 37 % nicht getriggert wurden. Daher konnten erst in der neuen Woche die Preise an der MCX und SHFE zeitverzögert zum Weltpreis der COMEX aufschließen.
Die COMEX greift nicht in Preise ein, um diese zu steuern, sondern nur, um die Funktionsfähigkeit des Kontrakts sicherzustellen (Margenanpassungen, Maßnahmen wie 1980 bei Manipulation). Die Preisunterschiede zwischen der SHFE in Shanghai und der COMEX erklären sich einfach aufgrund von Marktbarrieren, die die chinesische Regierung aufgebaut und somit den eigenen Markt vom Rest der Welt isoliert hat.
An der COMEX ist eine Reinheit von 99,9 % Feinheit der Silberbarren Standard, wohingegen an der SHFE/SGE 99,99 % erforderlich sind. Dies verhindert schnelle Arbitrage-Geschäfte nach China, da West-Silber erst raffiniert und umgeschmolzen werden muss. Das erzeugt einen Aufschlag von typischerweise 3 %–7 %, und da die Raffineriekapazität begrenzt ist, kann dieses Import-Upgrade viele Wochen dauern, in denen das Kapital gebunden bleibt. Dazu kommen Kosten für Transport, Versicherung, Zollabfertigung, Währungs- und Kapitalkontrollen, Umsatzsteuer sowie bürokratische Hürden, wodurch ein Transfer risikoreich und zeitaufwendig wird (Wochen bis Monate).
Da der direkte Zugang zur SHFE nur für in China registrierte Firmen, Produzenten und Broker möglich ist, können westliche Spekulanten die Preisdifferenz nicht direkt ausnutzen. Selbst lokale Spekulanten unterliegen strengen Positionslimits und höheren Marginanforderungen (aktuell 18–19 % für spekulative Positionen), was die Volatilität dämpft. Schnelle und billige Arbitragegeschäfte sind somit nicht möglich.
Wann immer es persistente Preisdifferenzen an den Weltbörsen gibt, sind staatliche Marktbarrieren die Ursache dafür. Ohne solche Barrieren würden Arbitrageure die Differenzen gewinnbringend ausnutzen und die Preise schnell angleichen.
Ausblick:
Aktuell stellt sich am Edelmetallmarkt die zentrale Frage, ob die jüngsten Preisrückgänge bei Gold und Silber lediglich eine gesunde Korrektur innerhalb eines Bullenmarktes sind oder ob wir bereits ein relevantes Hoch gesehen haben. Angesichts des Sentiments und der Gesamtmarktlage halte ich es für wahrscheinlicher, dass wir nach dem parabolischen Anstieg ein Blow-Off-Top erlebt haben, ein Muster, das für die Endphase starker Trends typisch ist. Silber legte binnen zwei Jahren rund 440 % zu und Gold seit den 2024-Tiefs 180 %, während der Terminmarkt zumindest am Goldmarkt stark überkauft war. Die Rallye war die stärkste seit 1979/1980, was klar für Konsolidierungsbedarf spricht. Dass auch Platin und Palladium stark anzogen, obwohl diese Märkte fundamental eher im Gleichgewicht sind und im Palladiummarkt auf Sicht der nächsten Jahre sogar ein Überangebot zu erwarten ist, unterstreicht den spekulativen Charakter dieser Rallye in den letzten Monaten.Parallel dazu erholt sich der US-Dollar-Index wieder. Der DXY, dessen Ende womöglich zu früh an die Wand gemalt wurde, ist am Terminmarkt historisch überverkauft und konnte sich stabilisieren, wobei der Euro zurück auf 1,18 US-Dollar fiel. Sollte der DXY über 100 Punkte klettern, hätte man den großen Abverkauf rund um Trump im Rückspiegel, und es stünde ein gewaltiger Short-Squeeze ins Haus, der das Narrativ des Debasement-Trades mittelfristig infrage stellen würde. Das würde die Edelmetalle mittelfristig in diesem Jahr zunächst weiter belasten, insbesondere wenn die Nominierung von Kevin Warsh als hawkisher Fed-Chef zu einer strafferen Zinspolitik führt.
Hinzu kommen klare Risiken, gerade am Silbermarkt. Viele im Internet kursierende Narrative halten einer genauen Prüfung nicht stand, weshalb belastbares Research vor mittelfristigen Investitionen entscheidend ist. Aktuell werden die Scheideanstalten mit physischer Ware überschüttet, sodass diese nur deutlich unter Spot ankaufen. Dieses Angebot dürfte sukzessive im ersten und zweiten Quartal in den Markt kommen. Gleichzeitig ebbt die Investmentnachfrage ab, wenn keine neuen Hochs im Markt ausgebildet werden können, worauf die im letzten Jahr starken Zuflüsse in ETF-Produkte ins Negative drehen könnten. Dann stehen die Spekulanten am Terminmarkt zunehmend allein da, um die Preise auf diesen Niveaus zu halten.
Die hohe Volatilität eröffnet jedoch auch Chancen. Bei Blaschzok Research sind wir auch im kurzfristigen Trading aktiv und geben Signale wie das Verkaufssignal unmittelbar vor dem Crash. Als Beleg für die exakte Analyse und Prognose, die voll eintrafen, sowohl für Gold, Silber als auch insbesondere Platin und Palladium, können Sie auch das neue Webinar auf dem YouTube-Kanal von SOLIT ansehen.
Bewegungen von 10–15 US-Dollar bei Silber, gefolgt von ähnlich starken Rücksetzern, lassen sich sehr gut traden, wenn man kurzfristig am Markt aktiv ist. Für das Trading ist Volatilität grundsätzlich positiv, solange die Crashs nicht zu schnell und unkontrolliert ablaufen. Investoren sollten in diesem Umfeld besonders darauf achten, erzielte Gewinne nicht wieder abzugeben und nach Anstiegen zu hedgen.
Langfristig bleiben wir für Edelmetalle auf Sicht der nächsten Jahre bullisch, weil das Umfeld aus weltweit lockerer Fiskalpolitik und anhaltender Schulden- und Geldmengenausweitung sich voraussichtlich fortsetzen wird. Kurz- bis mittelfristig dürfte sich die parabolische Aufwärtsbewegung jedoch kaum in dieser Form fortsetzen. Trotz der teilweise starken Preiskorrektur bei den Edelmetallen sind die mittel- bis langfristigen Aufwärtstrends noch intakt und das Sentiment noch immer sehr bullisch. Ein erneuter Run auf das Allzeithoch bei Silber wäre daher denkbar, wenn sich der Goldpreis weiter so stark hält. Wir versuchen, den Markt kurzfristig charttechnisch Long und Short zu handeln und die hohe Volatilität bestmöglich auszunutzen. Noch ist die Hausse voll intakt, doch gibt es bei erneuten Preisanstiegen Risiken, und man sollte dann auch mal Gewinne mitnehmen, von denen bekanntlich noch niemand arm geworden ist.
Technische Analyse: Gold steigt wieder auf 5.100 US-Dollar an
Terminmarkt: COT-Report
Der COT-Report wird immer freitags seitens der US-Terminmarktaufsicht (CFTC) veröffentlicht, wobei der Stichtag der Datenerhebung der Schlusskurs vom Dienstag ist. Die COT-Daten werden also immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten von Blaschzok Research erhalten vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber und Platin. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen. Mit ihnen hat man einen Vorteil im Trading am Rohstoffmarkt.
COT-Analyse vom 6. Februar:
Die Terminmarktdaten für Gold haben sich in der letzten Woche während des Crashes verbessert. Als der Preis um 210 US-Dollar fiel, gingen die Spekulanten mit 40 Tsd. Kontrakten short. Dadurch verbesserte sich der CoT-Index um 16 Punkte auf 53 Punkte, wobei der CoT-Index zum Open Interest adjustiert komplett unverändert blieb. Das würde eher eine neutrale Entwicklung bis hin zu einer leichten Schwäche indizieren.
Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich jedoch weiterhin eine beeindruckende Stärke. Der CoT-Index hat sich deutlich verbessert, obwohl der Preis unter dem Strich zum Vormonat um 465 US-Dollar anstieg. Auf Monatssicht bleibt das Bild damit klar bullisch, auch wenn die Crashwoche eher neutral bis leicht schwach ausfiel.
Im letzten Monat haben sich die Terminmarktdaten deutlich verbessert, obwohl der Preis stark anstieg.
Goldpreis erholt sich auf über 5.000 US-Dollar
Nach dem Crash des Goldpreises von 5.600 US-Dollar auf 4.400 US-Dollar binnen drei Handelstagen konnte sich dieser wieder deutlich erholen und notiert aktuell bei 5.070 US-Dollar. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt und verläuft im Bereich um 4.000 US-Dollar nahe der 200-Tage-Linie. Auch der mittelfristige Aufwärtstrend wurde verteidigt; dort endete der Abverkauf. Dieser Trend verläuft derzeit bei rund 4.600 US-Dollar je Feinunze.
Aktuell ist davon auszugehen, dass der Goldpreis mindestens ein weiteres Mal korrigieren und ein tieferes Hoch im Bereich zwischen 5.000 US-Dollar und 5.600 US-Dollar ausbilden wird. Im bullischsten Fall könnte sich ein Doppeltop um 5.600 US-Dollar formieren, bevor eine erneute Korrektur in Richtung des nächsten Aufwärtstrends bei etwa 4.700 US-Dollar einsetzt. Unterhalb dieses Trends wäre der Weg frei bis zum übergeordneten langfristigen Aufwärtstrend nahe der 200-Tage-Linie im Bereich von 4.100 US-Dollar bis 4.200 US-Dollar je Feinunze.
Kurz- bis mittelfristig ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass eine Konsolidierung über die Zeitachse oder sogar eine Korrektur bis zur 200-Tage-Linie erfolgt, bevor sich der Goldpreis stabilisiert und erneut in Richtung Allzeithoch ansteigen und dieses überschreiten kann. Wir achten daher aktuell darauf, wann und wo sich ein tieferes Hoch ausbilden könnte, um dort erneut short gehen zu können.
Das bullische Szenario bestünde darin, dass der Goldpreis unmittelbar weiter nach oben läuft, was eine FOMO und einen weiteren Short-Squeeze auslösen würde. Dieses Szenario erscheint nach dem starken Crash jedoch weniger wahrscheinlich.
Der langfristige Aufwärtstrend ist noch immer intakt
Goldpreis in Euro – Test der 200-Tagelinie möglich
Der Goldpreis in Euro stieg in der Spitze auf fast 4.700 € je Feinunze, nachdem er im September des vergangenen Jahres noch bei rund 2.900 € handelte. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt, und die 200-Tage-Linie verläuft derzeit erst im Bereich um 3.200 € bis 3.300 €. Nach einer Rallye von rund 1.700 € in so kurzer Zeit wäre eine Korrektur in diesen Bereich durchaus denkbar.
Entscheidend ist nun, wo sich das nächste tiefere Hoch ausbilden wird, um dieses erneut zu shorten. Der kurzfristige Aufwärtstrend verläuft aktuell bei rund 4.000 € je Feinunze. Wird dieser Trend gebrochen, liegt die nächste größere Unterstützungszone erst wieder im Bereich um 3.300 € bis 3.200 € je Feinunze. Kurz- bis mittelfristig sind wir daher eher bärisch. Erst nach einem erfolgreichen Test dieser Unterstützung oder nach
Ein Rücksetzer bis auf die 200-Tagelinie und den langfristigen Aufwärtstrend scheint möglich
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (SOLIT Gruppe). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (SOLIT Gruppe).
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Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
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