Capital | Die US-BIP-Daten liegen unter den Erwartungen
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
- Der Oberste Gerichtshof der USA weist Trumps Zölle zurück, Trump reagiert mit Zollerhöhungen
- Die Wall Street steigt nach Zollnachlass, US-Dollar und Staatsanleihen fallen
Die Abschaffung von Zöllen war ein Rückenwind für Risikoanlagen. Dieser Effekt könnte durch die neuen Zollanhebungen jedoch aufgehoben werden. Gleichzeitig wirkt sich die Abschaffung von Zöllen negativ auf den US-Dollar und US-Staatsanleihen aus. Ein Teil davon war eine Folge des Risk-on-Verhaltens. Unabhängig davon verschlechtern Zölle die US-Fiskalposition und tragen zur Unsicherheit über die Handelspolitik bei, was wiederum zum sogenannten „Sell America“-Trade führt. Die Einnahmen aus den Zöllen wurden nur teilweise den sehr hohen Defiziten der US-Regierung gegenübergestellt und tragen zur Schuldenlast bei, die viele für nicht nachhaltig halten. Selbst wenn man die Risikoprämie im Zusammenhang mit einem Vertrauensverlust in die USA außer Acht lässt, wird die Schwierigkeit, zukünftige Steuereinnahmen und somit die zugrunde liegende Haushaltslage zu quantifizieren, ausreichen, um Druck auf die Renditen nach oben und auf den US-Dollar nach unten auszuüben.
Bevor die Eilmeldung kam, dass die Zölle aufgehoben wurden, reagierten die Märkte auf die neuesten US-Daten. Das BIP fiel niedriger aus als erwartet, was die Auswirkungen des US-Regierungsstillstands zeigt. Der Knaller war jedoch der PCE-Index, der den von der Fed gewählten Inflationsindikator im Dezember auf 3 % ansteigen ließ. Inflation ist wieder das Schlagwort an den Märkten – besonders angesichts von Anzeichen für einen resilienten Arbeitsmarkt und eine solide wirtschaftliche Aktivität. Daraufhin hat sich die Zinskurve abgeflacht, wobei die drei Zinssenkungen, über die vor zwei Wochen spekuliert wurde, nicht mehr eingepreist sind. Die Handelssprünge erzeugen Inflation und damit Zinsunsicherheit. Eine dauerhafte Abschaffung der Zölle würde theoretisch zu einer Veränderung des Preisniveaus führen, hauptsächlich bei Waren. Das zusätzliche Geld, das in der Wirtschaft zirkuliert, würde jedoch einen nachfragebedingten Faktor darstellen, der sich in der Inflation bei Dienstleistungen bemerkbar machen könnte.
Nun blicken die Märkte auf eine entscheidende Woche. Das Highlight werden die Ergebnisse von Nvidia sein, die nicht nur eine Geschichte über das Unternehmen, sondern auch über den Technologiesektor und die Makroökonomie erzählen werden. Während die Themen KI-Störungen und Kapitalrendite weiterhin relevant sind, wird sich die Veröffentlichung in erster Linie auf die zukünftige Chipnachfrage konzentrieren. Angesichts von Jensen Huangs optimistischer Denkweise und der Tatsache, dass all diese Investitionsausgaben – finanziert durch Cashflow oder Schulden – effektiv einen Dollar darstellen, der auf Nvidias Umsatz entfällt, könnte das Risiko bei den Nvidia-Ergebnissen tendenziell nach oben verzerrt sein.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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