Capital | Wall Street bleibt nervös – Edelmetalle unter Druck, RBNZ vor Zinsentscheid
Kyle Rodda, Senior Finanzmarkt Analyst der Capital.com
- Die Wall Street bleibt nervös, da Händler weiterhin vorsichtig gegenüber Störungen durch KI sind
- Edelmetalle fallen erneut, wobei die Silberpreisentwicklung bärisch wirkt
- Die RBNZ (Zentralbank Neuseelands) wird heute voraussichtlich die Zinsen halten, während der neue Gouverneur das Ruder übernimmt
Investmentfonds.de - Die Märkte wirken nervös, da sich die KI‑Erzählung zunehmend von Chancen hin zu Bedrohungen verschiebt. Nach zwei Wochen voller Turbulenzen und der Sorge, dass KI bestehende Geschäftsmodelle aushebeln könnte, reagieren Händler überempfindlich. Psychologisch geht es derzeit weniger darum, die KI‑Gewinner zu identifizieren, sondern vielmehr darum, die potenziellen KI‑Verlierer zu vermeiden – was viele Marktteilnehmer an der Seitenlinie hält.
Hinzu kommen die anhaltenden Fragen nach dem Return on Investment der stetig steigenden KI‑Investitionen. Das belastet die erwarteten Kapitalrenditen und führt zu einer Kompression der Bewertungen. Obwohl fallende Aktienkurse den Aktionärswert potenziell schmälern, befinden sich die großen Tech‑Hyperscaler in einem klassischen Gefangenendilemma: Entweder sie investieren weiter – trotz abnehmender Renditen – um im KI‑Wettrüsten nicht zurückzufallen, oder sie verzichten auf Investitionen, riskieren Marktanteilsverluste und möglicherweise sogar ihre eigene Relevanz.
Die Volatilität – und letztlich auch die bärische Tendenz – bei Edelmetallen hält an und könnte zusätzlich auf Aktien und andere Risikoanlagen drücken. Obwohl das auslösende Ereignis bereits mehr als zwei Wochen zurückliegt, ist die durch die Mini‑Blase bei Edelmetallen verursachte Marktverwerfung noch nicht vollständig bereinigt. Re‑Positionierung und De‑Leveraging dauern an, während kurzfristige Spekulanten versuchen, die erhöhte Volatilität auszunutzen.
Silber und Gold gaben gestern erneut nach, Letzteres um mehr als 5 %, da ein stark überhitzter Markt weiterhin nach einem fairen Wert und effizienter Preisfindung sucht. Die Fundamentaldaten für Gold bleiben langfristig solide, was sich auch im Kursverlauf widerspiegelt – der übergeordnete Aufwärtstrend wirkt weiterhin intakt. Silber hingegen erscheint anfälliger für weitere Rückschläge, da der primäre Aufwärtstrend zunehmend Anzeichen einer Trendwende zeigt.
Die asiatischen Märkte dürften freundlich in den Handel starten. Dennoch wird der Tag voraussichtlich erneut ruhig verlaufen, da der Feiertag zum Lunar New Year weiterhin für geringe Marktaktivität sorgt. Das RBNZ‑Treffen birgt zwar ein gewisses Ereignisrisiko, doch wird keine Änderung der Geldpolitik erwartet. Die Entscheidung erhält dennoch besondere Aufmerksamkeit, da es die erste Sitzung unter der neuen Gouverneurin Dr. Anna Breman ist. Die Märkte werden ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die geldpolitische Ausrichtung unter Breman entwickeln könnte.
Nominal gilt die Politik der RBNZ (Zentralbank Neuseelands) als locker, und jüngste Daten deuten darauf hin, dass die Inflation ihren Tiefpunkt erreicht hat und wieder leicht anziehen könnte. Entsprechend preisen die Märkte ein, dass der nächste Zinsschritt der RBNZ nach oben gehen dürfte – allerdings nicht vor Ende dieses Jahres.
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Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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