Capital | Das KI-/Tech-Thema verliert an Überzeugungskraft
Daniela Hathorn, Senior Finanzmarkt Analystin der Capital.com
Investmentfonds.de - Die jüngsten US-Daten stützen insgesamt das Soft-Landing-Narrativ. Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, die Arbeitslosenquote ist überraschend gesunken. Gleichzeitig setzt die Disinflation allmählich ein, ohne dass es zu einer spürbaren Abschwächung des Wachstums kommt.
Die Einzelhandelsumsätze fielen zwar etwas verhalten aus und werfen Fragen zu saisonalen Verzerrungen, Rabattmustern und den Auswirkungen staatlicher Einschränkungen auf. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Aktivität jedoch solide.
Ein zunehmend diskutiertes Thema in der Makrodebatte ist die Produktivität. Es wächst die Diskussion darüber, ob Künstliche Intelligenz bereits spürbare Produktivitätsgewinne liefert, die starkes Wachstum bei gleichzeitig nachlassender Inflation ermöglichen. Sollte dies der Fall sein, könnte die Fed mehr Spielraum haben, als traditionelle Modelle nahelegen.
Allerdings birgt dieser Optimismus Risiken — insbesondere angesichts der starken Marktkonzentration auf KI-nahe Aktien. Die „Magnificent Seven“ haben die Kursgewinne über Jahre hinweg maßgeblich getragen, doch inzwischen zeigen sich erste Risse. Jüngste Quartalsberichte offenbarten steigende Investitionsausgaben und sinkende Prognosen für den freien Cashflow bei mehreren großen Tech-Unternehmen. Teilweise werden sogar die Bilanzen wieder stärker gehebelt, um massive Investitionen in KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Daraus ergibt sich ein klassisches Dilemma:
- Aggressiv in KI investieren und kurzfristig Margen unter Druck setzen.
- Oder Investitionen zurückhalten und riskieren, im KI-Wettrüsten langfristig den Anschluss zu verlieren.
Gleichzeitig nimmt die Marktunsicherheit zu, da neue KI-Modelle etablierte Anbieter immer wieder herausfordern. Angesichts der sich rasch verändernden Wettbewerbsdynamik ist unklar, wer langfristig zu den Gewinnern zählen wird.
Diese Unsicherheit hat zu einer Underperformance großer Teile des Big-Tech-Sektors geführt, auch wenn sich der Gesamtmarkt bislang vergleichsweise robust zeigt.
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Hinweis:
Diese Aussagen in dieser Nachricht stellen keine Anlageberatung dar. Eine individuelle Anlageberatung gibt es unter Experten für Fonds und ETFs, hier kommt man in den Genuss von wachstumsstarken Weltmarkt-Portfolios zur Vermögenssicherung vor Krisen und Inflation auf der Basis von ETFs und Investmentfonds.****
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