Columbia Threadneedle | Ölpreise steigen weiter, Märkte geben leicht nach und Risikobereitschaft sinkt
Anthony Willis, Senior Economist bei Columbia Threadneedle Investments
- Die Märkte geben leicht nach und die Risikobereitschaft der Anleger sinkt aufgrund potenziell anhaltend höherer Ölpreise und steigender Zinsen.
- Dilemma bei den Zentralbanken: Durch die Unsicherheit um den weiteren Verlauf des Konfliktes im Mittleren Osten sind die Zinssätze schwierig einzuschätzen und die Stimmung ist restriktiv.
- Der Markt erwartet drei Zinserhöhungen von der EZB und der BoE. Diese sollen dem Inflationsdruck entgegenwirken, der auf den ursprünglichen Energiepreisschock folgt.
- Das Heilmittel für hohe Ölpreise sind hohe Ölpreise. Sie werden die Wirtschaft bremsen und die Nachfrage drücken – das gibt den Zentralbanken dann die Möglichkeit, die Zinsen zu senken.
Investmentfonds.de - FRANKFURT/WIEN, 25. März 2026. Der Konflikt im Mittleren Osten prägt nun auch die geldpolitische Debatte. Die Europäische Zentralbank (EZB), die Federal Reserve (Fed), die Bank of England (BoE) und die Bank of Japan (BoJ) traten letzte Woche zusammen – doch was eine reguläre Sitzungswoche sein sollte, wurde von den Auswirkungen des Iran-Konflikts überschattet. Eine Lösung ist bisher nicht in Sicht. Entsprechend hat sich die Stimmung an den Zinsmärkten völlig gedreht, die Risikobereitschaft der Anleger gerät zunehmend unter Druck und die Märkte geben leicht nach.
Währungshüter in der Zwickmühle
Die Zentralbanken stehen vor einem Dilemma. Zwar blieb die Zinspolitik vorerst unverändert, doch der Ton ist deutlich restriktiver geworden: Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck und verschärfen die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs. Aus Sicht der Währungshüter können Zinserhöhungen bei einem Energiepreisschock nur begrenzt abfedern. 2022 reagierten die Zentralbanken deshalb zunächst zu zögerlich auf die damalige Energiekrise und mussten dann umso mehr nachsteuern, als sich der Inflationsdruck verfestigte. Nun sind sie darauf bedacht, diesen Fehler nicht zu wiederholen. Daher haben die Banken kommuniziert, dass sie die Zinsen wohl bald anheben müssen, um den Sekundäreffekten des Inflationsdrucks entgegenzuwirken.
Der Markt geht davon aus, dass sowohl die BoJ als auch die EZB die Zinsen in diesem Jahr dreimal anheben werden – eine enorme Kehrtwende. In den USA wird es dieses Jahr wohl keine Zinssenkungen geben, potenziell jedoch im kommenden Jahr. Derzeit ist dies jedoch reine Spekulation.
Lagerbestände mildern Ölpreisanstieg – doch Risiken bleiben bestehen
Brent-Rohöl notierte zu Wochenbeginn bei rund 114 US-Dollar pro Barrel und lag auch die gesamte Vorwoche schon über der Marke von 100 Dollar. Der Preis ist nun seit fünf Wochen in Folge gestiegen und liegt im Jahresvergleich bereits um 56 Prozent höher. Von der „guten Lage“, auf die Christine Lagarde seit vielen Monaten verweist, kann für die Zentralbanken kaum noch die Rede sein. Ein Blick auf die Terminkurve für den Ölpreis unterstreicht das: Bis Juli notiert Brent bei über 100 US-Dollar pro Barrel, und selbst für Dezember werden noch 85 bis 90 US-Dollar erwartet. Zu Jahresbeginn lag die allgemeine Einschätzung für den Ölpreis im Jahr 2026 angesichts des großen Angebots noch bei etwa 60 US-Dollar.
Die Geschichte zeigt allerdings auch: Das wirksamste Gegenmittel gegen hohe Ölpreise sind oft hohe Ölpreise selbst. Mittel- bis langfristig bremsen sie die Konjunktur und dämpfen die Nachfrage. Für die Zentralbanken bedeutet das: Selbst, wenn sie zunächst mit Zinserhöhungen auf den Inflationsdruck reagieren müssen, kann im weiteren Verlauf wieder Spielraum für eine Lockerung entstehen. Kurzfristig tragen die Freigaben aus den Lagerbeständen zwar dazu bei, den Ölpreis in Grenzen zu halten – doch das ist keine dauerhafte Lösung. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, könnten 150 Dollar pro Barrel Öl wieder Schlagzeilen machen.
Tatsächlich sind die Gefahren einer Eskalation derzeit groß: Präsident Trump hat eine Frist für die Wiederöffnung der Straße von Hormus gesetzt, zugleich drohen beide Seiten mit weiteren Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Der Iran hat die Wiederöffnung der Meerenge zudem an die Aufhebung umfassenderer Wirtschaftssanktionen geknüpft – ein schnelles Ende des Konflikts erscheint damit eher unwahrscheinlich.
- Ende der Nachricht
Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder (Columbia Threadneedle). Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar (Columbia Threadneedle)
****
Wie ist die Anlagestrategie der Experten aktuell?
Die INVEXTRA.COM AG hat bereits vor Monaten reagiert und die Investmaxx Stop&Go Depots ihrer Kunden in risikoärmere Anlagen umgeschichtet. „Wir beobachten die Märkte aktuell von der Seitenlinie und warten eine mögliche Korrektur ab. Erst wenn sich eine nachhaltige Lösung im Nahostkonflikt abzeichnet, werden wir wieder selektiv in Aktienmärkte einsteigen“, betont Tittes.
Das Unternehmen setzt bei seiner Vermögensverwaltung auf eine Behavioural-Finance-Strategie, die irrationale Verhaltensmuster von Anlegern und politischen Entscheidungsträgern systematisch berücksichtigt und daraus entstehende Preisanomalien gezielt nutzt, , um rechtzeitig auszusteigen aus Aktienmärkten oder später zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. So konnten die Investmaxx Stop&Go Offenisve Depots seit 1996 ein besseres Rendite-Risikoverhältnis erzielen als der Dax.
Diese Mitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Eine persönliche und unabhängige Beratung erhalten Anleger ausschließlich im Rahmen einer qualifizierten Finanzberatung.
>>> Spezialisierte Experten für Fonds und ETFs entwickeln individuelle, global diversifizierte Portfolios, die auf wachstumsstarken Weltmärkten basieren und darauf ausgerichtet sind, Vermögen langfristig vor Krisen und Inflation zu schützen.
INVESTMENTFONDS.DE
TOP Fonds / ETF Vergleich - Wertentwicklung
INVESTMENTFONDS.DE Hinweise in eigener Sache:
*** - Anzeige - Newsletter | Aktuell | Kostenlos
Jetzt kostenlos den wöchentlichen Newsletter mit den aktuellsten Markteinschätzungen und Marktanalysen erhalten!
Interesse auf den Blick in die Zukunft der nächsten Börsenriesen?
Hier einfach mit Email registrieren! Jederzeit kündbar.
- Ende Anzeige -
***
- Ende der Nachricht
Disclaimer: Diese Meldung ist keine Empfehlung zu einer Fondsanlage und keine individuelle Anlageberatung. Vor jeder Geldanlage in Fonds sollte man sich über Chancen und Risiken beraten und aufklären lassen. Der Wert von Anlagen sowie die mit ihnen erzielten Erträge können sowohl sinken als auch steigen. Unter Umständen erhalten Sie Ihren Anlagebetrag nicht in voller Höhe zurück. Die in diesem Kommentar enthaltenen Informationen stellen weder eine Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Handel mit Anteilen an Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar.
Risikohinweis: Die Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Aussagen einer bestimmten Person geben deren persönliche Einschätzung wieder. Die zur Verfügung gestellten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Beratung dar.
News zum Thema
Weitere News auswählen
Investmaxx Stop&Go Anlageberatung
Wir bieten Ihnen unsere langjährige Erfahrung aus der Anlageberatung seit 1996.
Investmaxx Stop&Go Anlageberatung
Mit dem Investmaxx Stop&Go System lassen wir Gewinne laufen und versuchen die Verluste zu begrenzen.